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Sonstiges, Musik – 12. Juni 2014 – Thomas Glahn

Bonn – Welthauptstadt der Klangkunst

Christina Kubisch, Bonns Stadtklangkünstlerin 2013. (Foto: Marcus Käubler)

Klangsinstallation Grundkalng Bonn von Sam Auinger. (Foto: Andreas Langen)

Erwin Stache:klanginseln 53,1 kilo ohm. (Foto: Erwin Stache)

Max Eastley: Windklänge, Installation im Botanischen Garten. (Foto: Max Eastley)

Sonotopia Workshop: Hearing building. (Foto: Ariane Wilson)

Kaffe Matthews: Zu Bong Klangfahrräder. (Foto: Kaffe Matthews)

Ein Klang-Kubus am Beueler Rheinufer als Vorbote von "bonn hoeren 2014". Bis 22. Juni bespielen internationale Künstler den Bonner Stadtraum. Ein Höhepunkt: die „stadtsinfonie bonn“, ein Freiluft-Konzertsaal mit über 250 Künstlern in der Innenstadt.
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Das Stadtklangkunstfestival "bonn hoeren 2014" hüllt Bonn vom heutigen Donnerstag zum 22. Juni in ein Klangfestival mit Performances, Klanginstallationen, Konzerten, Ausstellungen, Symposien und Workshops.

"Bonn wird die Welthauptstadt der Klangkunst sein", hat die Kuratoriumsvorsitzende der Beethovenstiftung Bonn, Monika Wulf-Mathies, im Vorfeld erklärt.

Seit fünf Jahren gibt es das Projekt bonn hoeren: Jährlich wechseln sich namhafte Klangkünstler ab, die Stadt mit ausgefallenen Installationen und Konzerten zu bereichern.

Mit dem diesjährigen Festival treten temporär neue, vor Ort entwickelte Arbeiten hinzu: von internationalen Klangkünstlern wie die der beiden Bonner Stadtklangkünstler 2014, Stefan Rummel und Max Eastley oder des japanischen Altmeisters Akio Suzuki und Kaffe Matthews.

Der dabei entstehende Parcours von Klanginstallationen und Interventionen im öffentlichen Raum wird über die gesamte Festivalzeit sowohl die Bonner einladen, ihre Stadt einmal ganz anders zu erleben.

Am Freitag, 13. Juni, werden zudem zwei Ausstellungen eröffnet: "Sites & Sounds" in der Gesellschaft für Kunst und Gestaltung (gkg) sowie Maryanne Amachers "Intelligent Life" im Bonner Kunstverein.

Am zweiten verlängerten Festivalwochenende von Donnerstag, 19. Juni, bis Sonntag, 22. Juni, findet an verschiedenen Orten in Bonn das öffentliche internationale Symposium "Stadt als Klangraum" statt, auf dem der theoretische und praktische Diskurs zum Thema Klangkunst und Stadt geführt und vertieft wird.

An den Abenden stellen Erwin Stache, Sam Auinger und Bruce Odland, To Rococo Rot, Akio Suzuki und Aki Onda, Miki Yui und andere ihre stadtbezogenen Konzerte und Performances vor.

Am Freitag, 20. Juni, wird die "stadtsinfonie bonn" insezniert: Über 250 Profi- und Laienmusiker werden mit Werken von Charles Ives, Wolfgang Mitterer und Alvin Curran die City – vom Bonner Münsterplatz bis zum Rheinufer am Alten Zoll – in einen riesigen Freiluft-Konzertsaal verwandeln.


Flussübergreifende Klanginstallation

Einen Tag vor Festivalbeginn hat Stefan Rummel, einer der diesjährigen Stadtklangkünstler, im Beisein von Festivalleiter Carsten Seiffahrt seine zweiteilige Installation "nah - fern" vorgestellt.

Rummels Installation auf dem Beueler Deich an der Rheinaustraße ist ein von zwei Seiten begehbarer, zum Rhein hin offener Kubus. Seitenwände, Rückseite und Dach sind mit Schalungsplatten geschlossen. Aus der Verschalung ragt eine hölzerne Gerüstkonstruktion ins Offene, die den Ausblick auf die Stadt- und Flusslandschaft mit einer Art Raster belegt.

Im Inneren der Installation befindet sich ein zusätzlicher, einer halbierten Pyramide ähnlicher Raum. Hinter diesem Halbraum sind vier Lautsprecher montiert, die Klänge durch kleine Öffnungen in den Raum spielen.

Teilweise reflektieren die Klänge an den schrägen Wänden und sickern flusswärts. Gleichzeitig empfängt der Raum die vom Fluss und der Stadt verursachten Umweltgeräusche. Diese sind, im Vorfeld aufgezeichnet, auch die Basis für die eingespielten und manipulierten Klänge der flussübergreifenden Klanginstallation.

Der Kubus dient als "Empfänger" und "Sender" zugleich. Er bezieht sich akustisch und plastisch auf die Form an dem gegenüberliegenden Rheinufer, der Grotte am Ende der Kaiser-Friedrich-Straße, die optisch wie ein großer Reflektor wirkt. Hier ist die Intervention rein akustisch. Verborgene Lautsprecher schicken Klänge auf das Gewölbe, das dieses reflektierend in Richtung Rhein weitergibt.

Im Rahmen des Festivals werden außerdem Studentengruppen aus Architektur und Klangkunst verschiedener Hochschulen unter Leitung namhafter Klangkünstler und Forscher in Bad Godesberg, Beuel und in der Nordstadt in Workshops recherchieren, Projekte entwickeln und vor Ort künstlerisch intervenieren.

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