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Kunstmuseum Bonn
Auf einer eigenen Wand in die Sammlung integriert, ermöglichen Werke von August Macke, Franz Marc, Alexej Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Emil Nolde den Besucherinnen und Besuchern des Kunstmuseums Bonn, die Sammlung von August Macke und den Rheinischen Expressionisten in einem größeren künstlerischen Zusammenhang zu sehen. Allein die außergewöhnliche künstlerische Qualität der Bilder aus Bremen ist ein Gewinn für das Publikum in Bonn. Darüber hinaus stellen die Werke aufschlussreiche Beziehungen zu der Sammlung des Kunstmuseums her. So korrespondiert das Russische Ballett I von August Macke, das zu den empfindlichsten und seit Jahren nicht mehr ausgeliehenen Hauptwerken der Kunsthalle Bremen gehört, thematisch und kompositorisch mit dem Gemälde Seiltänzer. Von großer Bedeutung ist auch das Gemälde Reh im Blumengarten von Franz Marc, mit dem Macke seit 1910 eine der intensivsten Künstlerfreundschaften des 20. Jahrhunderts verband. Da das Kunstmuseum keine Werke Marcs besitzt, können nun die künstlerischen Auffassungen der beiden Künstler, ihre Übereinstimmungen und ihre Unterschiede, verglichen werden. Macke und Marc beteiligten sich an den Ausstellungen und dem Almanach des Blauen Reiter, zu dessen weiterem Kreis auch Alexej Jawlensky gehörte. Von ihm ist ein frühes Stillleben zu sehen in Nachbarschaft zu einigen Porträts Jawlenskys aus dem Kunstmuseum Bonn. Wird daher durch die Auswahl der Werke der Blaue Reiter in München als ein Zentrum der Moderne in Deutschland sichtbar, stellen Arbeiten der Künstlergruppe Brücke das andere Zentrum in Dresden und Berlin dar. In Bildern des Menschen, der Großstadt und der Natur gelangte sie zu einer emotional gesteigerten Form- und Farbgestaltung. Nolde, der der Brücke nur kurz 1906/07 angehörte, malte mit Herbstwolken eine Landschaft seiner norddeutschen Heimat, Heckel ist mit dem frühen Bild Gärtnerei vertreten, von Kirchner sind als bedeutende Beispiele seiner Kunst zwei Akte und Bootshafen auf Fehmarn zu sehen. Insgesamt vermittelt die Zusammenführung der Sammlung des Kunstmuseums Bonn und der Werke aus der Kunsthalle Bremen ein Bild wichtiger Aspekte der frühen Moderne in Deutschland, zu der die Brücke, der Blaue Reiter und die Rheinischen Expressionisten wesentlich beitrugen.
Di bis So 11.00 – 18.00, Mi 11.00 – 21.00
Noble Gäste: Meisterwerke des Expressionismus aus der Kunsthalle Bremen
29.01.09 - 29.01.11
Zwei Jahre lang werden acht bedeutende Gemälde des deutschen Expressionismus aus der Kunsthalle Bremen zu Gast im Kunstmuseum Bonn sein.
Auf einer eigenen Wand in die Sammlung integriert, ermöglichen Werke von August Macke, Franz Marc, Alexej Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Emil Nolde den Besucherinnen und Besuchern des Kunstmuseums Bonn, die Sammlung von August Macke und den Rheinischen Expressionisten in einem größeren künstlerischen Zusammenhang zu sehen. Allein die außergewöhnliche künstlerische Qualität der Bilder aus Bremen ist ein Gewinn für das Publikum in Bonn. Darüber hinaus stellen die Werke aufschlussreiche Beziehungen zu der Sammlung des Kunstmuseums her. So korrespondiert das Russische Ballett I von August Macke, das zu den empfindlichsten und seit Jahren nicht mehr ausgeliehenen Hauptwerken der Kunsthalle Bremen gehört, thematisch und kompositorisch mit dem Gemälde Seiltänzer. Von großer Bedeutung ist auch das Gemälde Reh im Blumengarten von Franz Marc, mit dem Macke seit 1910 eine der intensivsten Künstlerfreundschaften des 20. Jahrhunderts verband. Da das Kunstmuseum keine Werke Marcs besitzt, können nun die künstlerischen Auffassungen der beiden Künstler, ihre Übereinstimmungen und ihre Unterschiede, verglichen werden. Macke und Marc beteiligten sich an den Ausstellungen und dem Almanach des Blauen Reiter, zu dessen weiterem Kreis auch Alexej Jawlensky gehörte. Von ihm ist ein frühes Stillleben zu sehen in Nachbarschaft zu einigen Porträts Jawlenskys aus dem Kunstmuseum Bonn. Wird daher durch die Auswahl der Werke der Blaue Reiter in München als ein Zentrum der Moderne in Deutschland sichtbar, stellen Arbeiten der Künstlergruppe Brücke das andere Zentrum in Dresden und Berlin dar. In Bildern des Menschen, der Großstadt und der Natur gelangte sie zu einer emotional gesteigerten Form- und Farbgestaltung. Nolde, der der Brücke nur kurz 1906/07 angehörte, malte mit Herbstwolken eine Landschaft seiner norddeutschen Heimat, Heckel ist mit dem frühen Bild Gärtnerei vertreten, von Kirchner sind als bedeutende Beispiele seiner Kunst zwei Akte und Bootshafen auf Fehmarn zu sehen. Insgesamt vermittelt die Zusammenführung der Sammlung des Kunstmuseums Bonn und der Werke aus der Kunsthalle Bremen ein Bild wichtiger Aspekte der frühen Moderne in Deutschland, zu der die Brücke, der Blaue Reiter und die Rheinischen Expressionisten wesentlich beitrugen.
Di bis So 11.00 – 18.00, Mi 11.00 – 21.00
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