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Kulturarbeit - 18. Mai 2011 - Klaus Torsy
Wulf-Mathies: Erst Festspielhaus, dann Kulturhauptstadt
Die Vorsitzende des Vereins der Festspielhausfreunde fordert, dass der Bau des Beethoven-Festspielhauses nicht an der Frage des Standortes scheitern darf. Am Samstag informieren Bonner Kulturvereine beim Aktionstag „Kultur gut stärken“.
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Zahlreiche Bonner Kulturvereine wollen den Aktionstag nutzen, um auf dem Münsterplatz auf das vielfältige Kulturleben Bonns aufmerksam zu machen. Teilnehmen wird auch der Verein „Fest.Spiel.Haus.Freunde“.
Dessen Vorsitzende Monika Wulf-Mathies richtete gestern einen Appell an die Stadtspitze und den Rat der Stadt, den Bau eines Beethoven-Festspielhauses nicht an der Standortfrage scheitern zu lassen. Sollte der Standort Beethovenhalle politisch nicht durchsetzbar sein, müsse die Stadt einen neuen Standort festlegen.
„Wer davon träumt, Bonn zur Kulturhauptstadt Europas machen zu wollen, muss dafür zunächst zu Hause seine Schularbeiten machen“, erklärte Wulf-Mathies via Pressemitteilung mit Blick auf die jüngsten Überlegungen der Bonner Stadtspitze, sich als Europäische Kulturhauptstadt 2020 zu bewerben.
Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und Kulturdezernent Martin Schumacher hatten vor wenigen Wochen eine mögliche Bewerbung ins Spiel gebracht. Im Jahr 2020 wird der 250. Geburtstag Beethovens gefeiert.
„Ohne einen adäquaten Ort für die Beethoven-Pflege“, so Wulf-Mathies, „und ein deutliches Bekenntnis zu kulturellen Investitionen als wesentliches Element im Standortwettbewerb bleiben Bonner Kulturhauptstadtträume Illusion.“
Am Samstag, 21. Mai 2011, macht die UNESCO mit dem "Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung" auf die Bedeutung kultureller Vielfalt aufmerksam.
Anlässlich des Welttages haben der Deutsche Kulturrat und die Kulturstiftung des Bundes in diesem Jahr erstmals den bundesweiten Aktionstag "Kultur gut stärken" ausgerufen.
Mit über 600 Veranstaltungen will der Aktionstag ein Zeichen zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt und gegen anhaltende Kürzungen im Kulturbereich setzen.
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