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Theater, Musik, Ausstellung - 04. Mai 2012 - Thomas Glahn
Vier Compagnien bei Mai-Tanztagen
Geballter Tanz im Mai aus Frankreich, New York und Kanada auf der Bühne des Bonner Opernhauses. Beethoven-Orchester spielt Beethoven- und Mahler-CD ein.
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Wegen der Einspielung der 1. und 5. Sinfonie Beethovens sowie Mahlers 1. Sinfonie auf CD steht das Beethoven-Orchester Bonn für Opernaufführungen im Mai nur begrenzt zur Verfügung. Grund genug für Theater Bonn, ein umfangreiches Tanzprogramm anzubieten.
Eröffnet werden die Mai-Tanztage am 9. und 10. Mai mit dem Debüt der Compagnie DCA – Philippe Decouflé: In Deutschland zu Unrecht fast unbekannt, wird er als französische Antwort auf Pina Bausch in aller Welt gefeiert.
Auf dem Programm steht sein neustes Werk Octopus, das einer betörenden Entdeckungsreise durch Farb- und Formkontraste gleicht und extreme Gefühle von großer Intensität und Sinnlichkeit zeigt. Die Live-Musik stammt von Sänger, Komponist und Multi-Instrumentalist Labyala Nosfell, der gemeinsam mit dem Cellisten Pierre Le Bourgeois auftritt.
Am 17. und 18. Mai folgt die Compagnie Marie Chouinard aus Montréal mit „bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS“. Das Werk in zwei Akten wurde 2005 für das Internationale Tanzfestival der Biennale Venedig von Marie Chouinard kreiert. In dem Stück drücken die Tänzer – ausgestattet mit Krücken, Prothesen und horizontalen Stangen – das Thema der Freiheit in verschiedenen Variationen aus. Zu hören ist eine Bearbeitung von Bachs Goldberg-Variationen Nr. 5, 6 und 8 von Louis Dufort, die mit Wortzuspielungen des Pianisten Glenn Gould ergänzt werden.
Als dritte Compagnie kommen Ailey II aus New York am 22. und 23. Mai auf die Bühne des Bonner Opernhauses. Unter der künstlerischen Leitung der früheren Ailey-Tänzerin Sylvia Waters entwickelte sich Ailey II seit 1974 zu einer der populärsten professionellen Compagnien der USA. Ailey I tourte im Sommer 2011 unter großem Medieninteresse durch Europa. The Hunt, eine Choreographie dessen künstlerischen Leiters Robert Battles, stand auf dem Programm und bildet auch einen Programmteil von Ailey II.
Schließlich ist wiederum die größte Compagnie Kanadas, Les Grands Ballets Canadiens de Montréal, mit von der Partie – am 30. und 31. Mai mit über 40 Tänzern. Sie tanzen das Handlungsballett Leonce und Lena von Christian Spuck, das 2008 in Essen uraufgeführt und in Stuttgart begeistert gefeiert wurde.
Die Choreographie von Christian Spuck wurde dafür für den Faust-Theaterpreis nominiert. Spuck verwandelt Georg Büchners romantische Komödie in ein tempo- und einfallsreiches Lustspiel
Während der Mai-Tanztage zeichnet die Künstlerin Ruth Tauchert bei den Vorstellungen die Tänzerinnen und Tänzer der internationalen Compagnien aus der Intendantenloge des Bonner Opernhauses. Die so entstandenen Bilder der aus Köln stammenden Künstlerin werden nach den Vorstellungen im Foyer des Opernhauses ausgestellt und zum Verkauf angeboten.
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