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Sonstiges - 21. März 2012 - Klaus Torsy

Tagung zum Neuen Realismus

John Searle, Hilary Putnam, Paul Boghossian und andere Wissenschaftler diskutieren. Öffentliche internationale Tagung nächste Woche in der Uni Bonn.


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Von Montag bis Mittwoch, 26. bis zum 28. März 2012, findet an der Universität Bonn die Internationale Konferenz "Prospects for a New Realism" statt. Philosophen diskutieren bei der öffentlichen Veranstaltung in der Aula mit Kollegen anderer Wissenschaftsdisziplinen. Unter den Experten befinden sich so namhafte Wissenschaftler wie John Searle, Hilary Putnam und Paul Boghossian.

Im Zentrum der Vorträge und Diskussionen steht das Verhältnis der sogenannten Postmoderne zum „Neuem Realismus“. Die Postmoderne ging davon aus, dass unser Zugang zur Welt vor allem sozial verankert, unser Verständnis der Wirklichkeit vollständig von kulturellen und ideologischen Vorurteilen bestimmt ist. Alle Tatsachen oder Gegenstände seien immer nur auf relative Bewertungssysteme bezogen.

Daraus haben radikale Konstruktivisten bisweilen geschlossen, dass es nicht einmal Tatsachen gibt – denn auch diese seien nur ein Konstrukt unter anderen. Argumentierte man auf diese Weise, verlören Begriffe wie Tatsache, Wahrheit und Objektivität ihren Status und damit auch die Wissenschaft, Religion, Recht, Kunst usw. Dann bliebe lediglich ein "reibungsloses Rotieren der Begriffe im luftleeren Raum", wie John McDowell sagte.

Der "Neue Realismus", der auf der Tagung diskutiert werden soll, wendet sich gegen diese Tendenz. Auf der Basis einer vermeintlichen Einsicht in die soziale Konstruktion der Wirklichkeit lassen sich Tatsachen, Wahrheit und Objektivität keinesfalls verabschieden.

Aus der Perspektive verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen – der Philosophie, der Soziologie, der Literatur- und Bildwissenschaft, der Naturwissenschaften – soll diese realistische These entwickelt und in internationale Debatten eingebracht werden.


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