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Kulturarbeit - 21. Dezember 2009 - Klaus Torsy

Städtische GmbH soll Spielbetrieb sichern

Heute diskutiert der Bonner Rat erneut über das Konferenzzentrum. Die Verwaltung schlägt eine Gesellschaftslösung vor, um die Öffnung von Beethovenhalle und Plenarsälen sicherzustellen.


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Im Mittelpunkt der heutigen Ratssitzung steht die Nachfolge für die insolvente WCCB Management GmbH. Nur eine neue Gesellschaftslösung, so die Verwaltung, garantiert die weitere Öffnung von Beethovenhalle, Plenarsaal und Wasserwerk über Silvester hinaus.

Das Szenario stellt sich laut Verwaltung wie folgt dar: Entscheidet der Stadtrat sich für diesen Weg, so laufen die vertraglich gesicherten Veranstaltungen weiter. Kommt es nicht zur Ratsentscheidung, so wird Insolvenzverwalter Christopher Seagon am Silvestertag alle drei Veranstaltungsstätten auf unbestimmte Zeit schließen. Das hatte Seagon kürzlich gegenüber den Fraktionsvorsitzenden, in einer Fragestunde des Rates und in einem erneuten Gespräch mit Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch bekräftigt.

Um die Öffnung der Veranstaltungsräume zu gewährleisten, will die Stadtverwaltung daher dem Rat vorschlagen, den Betriebsteil Kongressbetrieb der WCCB Management GmbH bis auf Weiteres in kommunale Trägerschaft zu übernehmen und eine neue städtische GmbH zu gründen. Die vereinbarten Veranstaltungen fänden dann wie geplant statt und die Akquisition künftiger Veranstaltungen könnte nahtlos fortgesetzt werden.

Ein weiteres Kalkül der Verwaltung: Die Stadt Bonn besäße die beste Ausgangsposition bei der Vermarktung des gesamten neuen Konferenzzentrums, das im kommenden Jahr fertiggestellt wird. OB erklärte Nimptsch dazu: "Es ist besser, die Stadt Bonn hält jetzt die Hand über Beethovenhalle, Plenarsaal und Wasserwerk – das stärkt unsere Position bei den Verhandlungen mit privaten Investoren oder Pächtern im kommenden Jahr."

Die vorgeschlagene Strukturentscheidung bringt aber auch Finanzierungsprobleme mit sich. Eine neutrale Untersuchung im Auftrag der Stadt hatte, so die Verwaltung, für die neue Gesellschaft einen Finanzierungsbedarf zwischen 4,1 und 6 Millionen Euro errechnet – mehr als das, was auch bislang schon an Zuschüssen erforderlich gewesen war. Nimptsch, in dessen Dezernat die neue Gesellschaft organisatorisch mit der Stadtverwaltung verknüpft werden soll, sichert dem Stadtparlament eine strenge Ausgabebewirtschaftung zu.

"Es wird nur das ausgegeben, was für die Weiterführung der Arbeit unverzichtbar ist. Wir können davon ausgehen, dass nach dem Bekenntnis der Stadt Bonn auch zahlreiche Buchungen, die bis jetzt wegen der unklaren Situation nicht erfolgt sind, vorgenommen werden, sodass sich die Einnahmeseite verbessern wird", so Nimptsch. "Wenn der Rat am Montag beschließt, werden wir unverzüglich die Zahlungen aufnehmen, sodass alle Veranstaltungen wie geplant durchgeführt werden können."

Termin: Montag, 21. Dezember, 17 Uhr, Stadthaus, zur Übertragung im Internet geht es hier.


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