Logo Kultur-in-Bonn.de
Anzeige
Musik, Kulturarbeit - 16. September 2010 - Klaus Torsy

Rheinkultur startet "Retter"-Kampagne

T-Shirt-Verkauf, Förderverein, Weihnachts-Gala: Die schwierige finanzielle Lage und die ausstehende Entscheidung der Stadt über gekürzte Fördergelder treiben die Veranstalter in die Offensive. Heute Firmenlauf durch die Rheinaue.


Anzeige



Bekenntnis zu Bonn: Das Logo der "Retter"-Aktion ...

... auf T-Shirt ...

... und in Kindergröße.

"Retter"-Shirt für den künftigen Rheinkultur-Star. (Bilder: Rheinkultur)

Angesichts eines Minus von rund 40.000 Euro aus dem diesjährigen Rheinkultur-Festival gehen die Organisatoren nun in die Offensive. Damit auch im nächsten Jahr die Rheinkultur in gewohntem Rahmen stattfinden kann, ist eine Reihe von Maßnahmen vorgesehen.

So gibt es ab sofort T-Shirts mit verschiedenen "Retter"-Motiven im Handel: klassisch oder mit regionalem Bezug unter dem Slogan "Meine Stadt. Mein Festival". Oder für diejenigen, die später selbst einmal auf der Bühne der Rheinkultur spielen möchten.

Außerdem soll ein Förderverein, der im Oktober an den Start geht, für finanzielle Linderung sorgen. Die Mitgliedschaft ist in einer von vier Stufen möglich, sodass jeder Interessierte mit dem ihm passenden Förderbeitrag mitmachen kann.

Natürlich ist auch eine Direktspende möglich. Ab sofort können auf der Website der Rheinkultur Beträge ab 2 Euro online gespendet werden.

Schließlich steigt am 18. Dezember 2010 ein Benefizabend in der Beethovenhalle – mit einem Programm auf verschiedenen Bühnen. Der Vorverkauf hierfür beginnt am 1. Oktober. Dann soll auch das Programm bekannt gegeben werden. Bis dahin kann man Hardtickets im originalen "Retter"-Layout exklusiv im Online-Shop der Rheinkultur zum Preis von 20 Euro vorbestellen.

Um auf die Aktionen aufmerksam zu machen, tritt bereits heute Abend ab 18.30 Uhr ein "Retter"-Team beim 4. Bonner Firmenlauf durch die Rheinaue an.


"Aushängeschild für Stadt und Region"

Auf Nachfrage erklärte Holger Jan Schmidt, Geschäftsführer der Rheinkultur GmbH, gegenüber Kultur-in-Bonn.de: "Wir wollen die Rheinkultur und wir wollen, dass sie in Bonn stattfindet. Hier sind wir und hier ist auch das Festival zuhause. Auf einem unserer Rettershirts steht 'Meine Stadt. Mein Festival'. Das ist unsererseits kein Lippenbekenntnis."

Sollte die Kampagne nicht den Verlust des diesjährigen Festivals auffangen und zudem der Rat im Herbst die geplante Kürzung des städtischen Zuschusses um 25 Prozent absegnen, sieht Schmidt schwarz. "Wenn das so eintrifft, sehe ich keine Rheinkultur stattfinden", so seine Einschätzung.

Zwar habe man seitens der Stadt und Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch auch positive Reaktionen auf die Retterkampagne erhalten. So habe der OB etwa den Dezembertermin in der Beethovenhalle aus seinem Kontingent zur Verfügung gestellt. Insgesamt jedoch vermisst Schmidt die volle Rückendeckung.

"Die Rheinkultur strahlt europaweit und ist ein Aushängeschild für Stadt und Region", erklärt Schmidt mit Blick auf die Anstrengungen des Festivals in Sachen Umweltschutz und Sicherheitsstandards. "Wir spüren aber nicht die Wertschätzung in Verwaltung und Politik, die wir angemessen fänden."


Diesen Artikel bookmarken:  
twitter.com  facebook.com  Mister Wong  LinkaARENA  StudiVZ.de  MySpace.com  Technorati  oneview  del.icio.us  google.com  YahooMyWeb  live.com  digg.com  MyLink.de  Webnews  YiggIt  Folkd  stumbleupon.com  Reddit  

Artikel per eMail weiterempfehlen
Anzeige
Alle Termine einer Veranstaltungsreihe:
Kalenderübersicht >>      Ticketshop >>
Anzeige

Nachrichten

Theater, Musik - 21.05.12
Vorverkauf für die Opernspielzeit angelaufen
KIB_IMG_8620_242_14.jpg
Tickets sind ab sofort im Internet, telefonisch und an der Theaterkasse zu haben. Erste Premiere Anfang September.

Sonstiges, Ausstellung - 21.05.12
Kunstmuseum: Dach wird saniert
KIB_IMG_8642_250_20.jpg
Heute beginnt die Sanierung des Sheddachs für rund eine Million Euro. Der Betrieb in den Ausstellungsräumen geht weiter.

Kulturarbeit - 18.05.12
8,2 Millionen Euro mehr für Bonn
KIB_IMG_8798_314_37.jpg
Nach der jüngsten Steuerschätzung rechnet die Kämmerei mit positiven Effekten für den aktuellen Doppelhaushalt 2011/2012 inklusive der Finanzplanung 2013 bis 2015.

Kulturarbeit - 18.05.12
Keine zusätzlichen Mittel
Logo_Kultur-kib_02.jpg
Die Runden Tische zum Kulturkonzept legen erste Zwischenergebnisse vor. Kulturdezernent Schumacher: Kulturschaffende wollen Angebote erweitern, Stadt verfügt jedoch über keine entsprechenden Finanzmittel. Bürger können Ergebnisse im Internet kommentieren.

Musik - 16.05.12
300 Stimmen für „Luther in Worms“
Luther_in_Worms_kib.jpg
Mit dem großen spätromantischen Oratorium von Ludwig Meinardus wird die Musikwoche zur Feier der Lutherdekade in der Kreuzkirche feierlich eröffnet. Ein Projekt zum Mitsingen für Sängerinnen und Sänger zwischen 15 und 60 Jahren.

Anzeige

Magazin

Themen, Kritiken & Berichte
Kritik: Kino
Der Fischer und seine Frau
„Lachsfischen im Jemen“ hat eine hübsche Grundidee, lässt allerdings einiges von ihrem komischen Potenzial liegen. Regisseur Lasse Hallström lenkt die Geschichte lieber ins sichere Fahrwasser einer romantic comedy. Die gute Besetzung hilft über Schwachstellen hinweg.

Thema: Musik, Kulturarbeit
Festival-Zuschauer mit eigenem Aschenbecher
RHEINKULTUR_2011-kib_01.jpg
Ob Gartenparty oder Musikfestival: Mit dem neuen Wettbewerb Green Spots sucht der Bonner Verein Sounds for Nature Foundation Videoclips zum Thema umweltfreundliches Feiern.

Kritik: Kino
Dick und Doof
In „21 Jump Street“ erleben zwei verdeckt ermittelnde Jung-Cops die Schulzeit noch einmal und stolpern durch die Fettnäpfchen der nächsten Teenager-Generation. High-School-Komödie mit stark schwankender Gag-Qualität.

Kritik: Kino
Kierkegaard und Maradona
„Superclassico“ spielt kurz in Kopenhagen und lange in Buenos Aires. Mit Fußball hat die dänische Komödie nur am Rande zu tun. Ehe-, Scheidungs- und Selbstfindungsprobleme bilden die Folie für eine recht amüsante Geschichte.

Kritik: Kino
Action in Windeln
Robert Rodriguez hat sich mit schrägen Action-Thrillern von „El Mariachi“ bis „Planet Terror“ einen Namen gemacht. Die Zielgruppe seines neuen Films „Spy Kids 4D“ sind indes Kinder und Familien.

Anzeige
Anzeige