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Ausstellung - 18. März 2010 - Thomas Glahn
"Mütter des Grundgesetzes" im Kreishaus
Sie haben die verfassungsrechtliche Gleichstellung von Mann und Frau auf den Weg gebracht. Vizelandrätin Notburga Kunert geehrt.
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Frieda Nadig (SPD), Elisabeth Selbert (SPD), Helene Weber (CDU) und Helene Wessel (Zentrumspartei) – Den "Müttern des Grundgesetzes" ist eine gleichnamige Ausstellung gewidmet, die im Kreishaus in Siegburg eröffnet wurde.
Gezeigt werden auf großen Tafeln die Lebensbilder der vier Frauen, die als Mitglieder des Parlamentarischen Rates wesentlich zum Entstehen des Grundgesetzes und zur verfassungsrechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern beigetragen haben.
"Männer und Frauen sind gleichberechtigt" heißt es im Artikel 3 Abs. 2 des Grundgesetzes. Ohne das Engagement dieser vier Frauen hätte es diesen Artikel in dieser Form nicht gegeben. 60 Jahre nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland widmet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Pionierinnen nun die Wanderausstellung.
Frieda Nadig, die "Umsetzerin", kämpfte unter anderem für eine gesetzlich verankerte Lohngleichheit für Männer und Frauen sowie für die gesetzliche Gleichstellung unehelicher mit ehelichen Kindern. Unermüdlich setzte sie sich für eine konsequente Umsetzung des Gleichberechtigungsartikels ein.
Dass die Ausstellung jetzt Station im Siegburger Kreishaus macht, hat einen besonderen Grund. Im Gedenken an die "Netzwerkerin" Helene Weber hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2009 erstmalig einen nach ihr benannten Preis verliehen. Insgesamt wurden bundesweit fünfzehn Frauen ausgezeichnet, die in der Kommunalpolitik interessante Projekte angestoßen haben, darunter auch die Vizelandrätin des Rhein-Sieg-Kreises Notburga Kunert.
In ihrer Rede erklärte Kunert: "Den mir verliehenen Helene-Weber-Preis habe ich stellvertretend für alle Frauen in der Kommunalpolitik und in Dankbarkeit gegenüber den 'Müttern des Grundgesetzes' angenommen und er sollte vielen Frauen ein Ansporn sein, sich in die Politik einzubringen: Wir brauchen Frauen!"
Anlässlich der Eröffnung in Siegburg wurde die Ausstellung ergänzt durch Tafeln mit Informationen zur Entwicklung des Frauenanteils im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises sowie durch eine Galerie, die die Porträts der Vizelandrätinnen des Rhein-Sieg-Kreises seit 1975 zeigt.
Ein auf Leinwand gemaltes lebensgroßes Portrait der jungen Helene Weber, eine Leihgabe der Bonner Künstlerin Maria Giménez, vervollständigt die Siegburger Ausstellung. Möglich wurde die Leihgabe durch die Unterstützung Marianne Pitzen, Leiterin des Frauenmuseums in Bonn.
Die Ausstellung "Mütter des Grundgesetzes" ist noch bis zum 9. April 2010 im Foyer des Kreishauses zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.
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