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Kulturarbeit - 13. September 2011 - Klaus Torsy

Kunst und Kultur wirken positiv auf Bonn

Die Bonner und ihre Wirtschaft profitieren von einem attraktiven Kulturangebot. Projekt Festspielhaus soll in einem Gesamtkonzept angegangen werden. OB Nimptsch und Wirtschaftsförderin Appelbe stellen Jahreswirtschaftsbericht vor.


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Publikumsmagnet: das Haus der Geschichte.

Sehr zufrieden mit der wirtschaftlichen Entwicklung Bonns zeigten sich am Montag Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) und die Bonner Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe. "Die Wachstumstrends der Vorjahre sind weiterhin intakt und Bonn konnte neue Höchststände bei Einwohnern und Arbeitsplätzen verzeichnen", erklärte der OB bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts 2011.

Auf immerhin zwei von insgesamt 88 Seiten widmet sich der Bericht der Bedeutung von Kunst und Kultur für die Bundesstadt. Dabei sind es vor allem die Kultur-Touristen, die es Nimptsch angetan haben. Mehr als 1,2 Millionen Übernachtungszahlen seien ein Beleg für die besondere Attraktivität Bonns für Städte- und Kulturreisende.

Als kulturelle Schwerpunkte benennt der Bericht die Museumslandschaft, vorzugsweise die fünf Museen an der Museumsmeile. Sie zogen fast 1,5 Millionen Besucher im vergangenen Jahr an, wobei das Haus der Geschichte mit gut 690.000 Gästen vor der Bundeskunsthalle mit über 450.000 Besuchern rangiert.

Weitere kulturelle Anziehungspunkte waren Veranstaltungen rund um Beethoven. So lockten Beethovenhaus, Beethoven-Orchester und Beethovenfest zusammen rund 188.000 Musikfreunde – eine Zahl, die auch Theater Bonn in der Saison 2009/2010 mit gut 185.000 Zuschauern verzeichnete.

Wie immer unter den Top Fünf der meistbesuchten Veranstaltungen trotz schwieriger Rahmenbedingungen: die Rheinkultur mit 60.000 Besuchern.

Für das umstrittenen Festspielhaus Beethoven stellt der Bericht fest, dass nach dem Aufschub im Frühjahr 2010 nun ein „umfassendes Gesamtkonzept für den Kulturstandort Bonn“ angestrebt werde – inklusive von Planungen für ein Festspielhaus.

Abschließend heißt es: „Eine hohe kulturelle Attraktivität kommt auch in nicht unerheblichem Maße der hiesigen Bevölkerung und der gesamten Wirtschaft zugute.“ Investitionen in Kunst und Kultur erleichterten die Ansiedlung neuer Unternehmen, die ihrerseits leichter hochqualifiziertes Fach- und Führungspersonal vorfinden könnten.

Nicht zuletzt sei es die Kulturwirtschaft selbst, die positiv auf den hiesigen Arbeitsmarkt wirke. So brachte es die Kultur- und Kreativwirtschaft 2008 auf einen Anteil von 5,8 Prozent an der Gesamtbeschäftigung.

Zum Jahreswirtschaftbericht 2011


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