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Kulturarbeit - 31. August 2010 - Klaus Torsy
Kunst und Kultur gegen Armut und Ausgrenzung
Kulturstaatsminister Neumann verleiht den Preis für kulturelle Bildung an drei Projekte. Schweinestall in Festspielhaus verwandelt.
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Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat den Preis für kulturelle Bildung in der Stiftung Genshagen in Brandenburg überreicht. Der mit 60.000 Euro dotierte Preis geht zu gleichen Anteilen an drei Projekte.
Ausgezeichnet wurde der Verein FestLand e.V. aus der Prignitz in Brandenburg mit dem Musiktheaterprojekt "Dorf macht Oper!": Einwohner wandelten einen ehemaligen Schweinestall in ein kleines "Festspielhaus" um, in dem von 60 Laien und Profis der "Sommernachtstraum" aufgeführt wurde.
Preisträger sind auch die Münchner Kammerspiele, die in ihrem Projekt "Hauptschule der Freiheit" gemeinsam mit den Lehrern, Eltern und Schülern einer Hauptschule Stücke entwickelt und inszeniert haben.
Dritter Preisträger ist die Quartier gGmbH Bremen mit "Götterspeise und Suppenkasper - Vom Essen und Gegessenwerden": ein Projekt, bei dem unter anderem nach verschiedenen Themen gekocht und gegessen wurde - beispielsweise wie in "Mozarts Zeiten".
Zur Bedeutung des Preises erklärte Neumann: "Wir müssen dafür sorgen, dass die Rolle von Kunst und Kultur im Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung stärker zum Einsatz kommt. Denn Armut beruht unter anderem auch auf mangelnder Teilhabe an Kultur und Bildung oder zieht diese nach sich."
Dementsprechend müssen alle vom Kulturstaatsminister geförderten Institutionen mittlerweile Angebote zur kulturellen Vermittlung nachweisen.
Neumann sieht durch den in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehenen Preis die Aktivitäten zur kulturellen Bildung in Deutschland gestärkt. "Heute zeichnen wir bundesweit vorbildliche Projekte aus, die insbesondere bislang unterrepräsentierten Zielgruppen einen besonderen Stellenwert einräumen", so der Kulturstaatsminister.
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