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Medien, Kulturarbeit - 14. September 2009 - Klaus Torsy
Kulturrat: "Einheitsprogramm" ohne Themenvielfalt
Kulturlose Kanzlerkandidaten beim Fernsehduell? Fragen nach Kultur und Bildung waren beim Fernsehduell für die Journalisten offenbar entbehrlich.
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Der Deutsche Kulturrat hat bedauert, dass kultur- und bildungspolitische Fragen beim gestrigen Fernsehduell der Kanzlerkandidaten in ARD, ZDF, RTL und SAT1 keine Rolle gespielt haben. Gerade die Bildungspolitik, die neben den Ländern auch vom Bund gestaltet wird, brenne der Bevölkerung auf den Nägeln, meint der Spitzenverband der Bundeskulturverbände in einer heute veröffentlichten Mitteilung.
Die Verantwortung für eine fehlende Stellungnahme von Kanzlerin Angela Merkel und ihrem Herausforderer Frank-Walter Steinmeier sieht der Verband bei den Journalisten. Kulturrats-Geschäftsführer Olaf Zimmermann sagte in Berlin: "Die 'Duellanten' tragen für dieses Versäumnis aber nur eine geringe Schuld, da das Sendeformat ihnen nur wenig Freiräume für eigene Schwerpunkte ließ. Verantwortlich sind die fragenden Journalisten und ihre Redaktionen, die offensichtlich bildungs- und kulturpolitische Fragen für entbehrlich hielten."
Gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, also ARD und ZDF, müsse die Frage erlaubt sein, "ob eine Verschmelzung mit den Privaten (RTL, SAT1) für ein solches Wahlduell wirklich sinnvoll ist, wenn wichtige, öffentlich-rechtlich spezifische Themen geopfert werden", so Zimmermann. "Auf vier Kanälen dasselbe Einheitsprogramm lässt eine Themenvielfalt offensichtlich nicht zu."
Beim Rededuell zwischen Merkel und Steinmeier, das von allen vier Sendern live übertragen wurde, hatten die Journalisten Frank Plasberg (ARD), Maybrit Illner (ZDF), Peter Klöppel (RTL) und Peter Limbourg (SAT1) auf Fragen zur Kultur- und Bildungspolitik verzichtet.
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