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Kulturarbeit - 15. September 2010 - Klaus Torsy

"Die Hefe im Teig"

Bei der Haushaltsdebatte im Bundestag hebt Kulturstaatsminister Neumann die Kultur als unentbehrlich für die Gesellschaft hervor. Kulturetat bleibt 2011 stabil.


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Etat gehalten: Bernd Neumann.
(Foto: Bundestag/Lichtblick/Achim
Melde)

Anlässlich der heutigen ersten Lesung des Haushaltsgesetzes 2011 hat Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) im Deutschen Bundestag die Bedeutung der Kultur in Zeiten der Krise hervorgehoben.

"Die Kultur ist gerade in der Krise ein unentbehrliches, wesentliches, integratives Element unserer Gesellschaft", erklärte Neumann, "Identität, Zugehörigkeit, Zusammenhalt – all das stiftet Kultur. Lassen Sie es mich plastisch sagen: Kunst ist nicht das Sahnehäubchen, sondern die Hefe im Teig."

Zum wiederholten Mal weiß der Staatsminister darauf hin, dass man mit Kürzungen im Kulturbereich keine Haushalte sanieren könne. Schließlich betrage der Anteil der Kulturausgaben in Ländern und Gemeinden gerade einmal 1,9 Prozent.

Selbst drastisches Sparen bei den Kulturausgaben bringe keinen bemerkenswerten Konsolidierungserfolg, zerschlage jedoch viele kleine wie auch große kulturelle Einrichtungen und Aktivitäten. Indem die Bundesregierung den Kulturhaushalt von Kürzungen weitgehend verschone, wolle sie auch für die Haushaltspolitik von Ländern und Kommunen ein Beispiel geben, so Neumann.

Der Deutsche Kulturrat begrüßte den Etatentwurf des Kulturstaatsministers. Zugleich forderte der Spitzenverband eine offene Debatte über das Reformationsjubiläum 2017. Kulturrat-Geschäftsführer Olaf Zimmermann, sagte: "In den Kulturetat des Kulturstaatsministers wurden erfreulicherweise auch fünf Millionen Euro zur Vorbereitung des 500. Reformationsjubiläums 2017 eingestellt. Die heutige Haushaltsdebatte im Deutschen Bundestag hat aber gezeigt, dass entsprechende Konzepte für das Reformationsjubiläum noch fehlen."

Zimmermann sprach sich für eine Diskussion aller gesellschaftlichen Gruppen mit Bundesregierung und Kirchen aus, wie das Jubiläumsjahr gestaltet werden könne. "Das Reformationsjubiläum ist eines der wichtigsten Kulturereignisse des nächsten Jahrzehntes und darf kein rein staatliches oder kirchliches Ereignis werden", so Zimmermann.


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