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Sonstiges - 31. Mai 2010 - Klaus Torsy
Der Größte seiner Art
Neuer Bewohner: Der Pazifische Riesenkrake im Sea Life Königswinter freut sich über regelmäßige Beschäftigung und Abwechslung.
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Wie holt man den Fisch aus der Flasche? Und was hat es mit dem Rechenschieber auf sich? Der neue Bewohner im Sea Life Königswinter steht vor kniffligen Aufgaben. Erst kürzlich hat der Pazifische Riesenkrake, der größte oberflächenlebende Krake der Welt, sein neues Quartier bezogen, nun begeistern ihn neue Herausforderungen.
Für optimale Lebensbedingungen des neuen Bewohners wurde in dem knapp 4.000 Liter großen Becken eine einzigartige und sehr komplexe Filtertechnik eingebaut. Denn Oktopoden sind sehr empfindliche Tiere, benötigen extrem gute Wasserwerte sowie eine Wassertemperatur von circa zehn bis zwölf Grad.
"Oktopoden haben einen gesegneten Appetit. Im Vergleich zu anderen Arten benötigt der Pazifische Riesenkrake noch weitaus mehr Nahrung", so Jochen Rinnert, Chef-Aquarist im Sea Life Königswinter. Doch nicht nur Nahrung ist essenziell wichtig für das Leben des vom Aussterben bedrohten Krake: Regelmäßige Beschäftigung und Abwechslung sind für das intelligente Weichtier ebenso erforderlich.
Der Oktopus lernt extrem schnell und kann nach wenigen Wochen Schraubverschlüsse öffnen und Flaschen aufdrücken, um an seine Nahrung zu gelangen. "Wir haben kürzlich einen Rechenschieber im Becken versenkt und zwischen den Kugeln kleine Fische versteckt. Er ist schnell auf die Idee gekommen, dass er die Kugeln bewegen muss, um seinen Hunger stillen zu können", erklärt Werner Dullmaier, General Manager des Sea Life Königswinter. "Wir probieren immer wieder neue Sachen aus. Dadurch hat das Tier Spannendes zu entdecken und für die Besucher ist das natürlich auch ein Highlight."
Der Pazifische Riesenkrake ist ein großer Kopffüßer und das größte Tier aus der Gattung der Riesenkraken. Er lebt in Küstennähe des nordwestlichen Pazifiks und ernährt sich hauptsächlich von Garnelen, Muscheln und Fisch. Das Tier kann ein Gesamtgewicht von 23 bis zu 40 Kilogramm erreichen – beachtlich für ein Tier, das keine Knochen besitzt.
Er ist wirbellos, ein reines Weichtier, direkt mit Schnecken und Muscheln verwandt. Je nach Stimmung kann der Krake seine Farbe, Musterung und Struktur der Hautoberfläche verändern. Wird zum Beispiel Futter in einer Dose versteckt in das Becken gegeben, wird vor Vorfreude und Aufregung die Haut leicht genarbt und uneben. Und das Futter hat der Oktopode schnell erspäht, denn mit seinen Augen kann er schärfer sehen und mehr Farben erkennen als der Mensch.
Der im Sea Life Königswinter lebende Riesenkrake ist bereits über 10 Kilogramm schwer und hat eine Spannweite von rund 1,60 Meter. Hält man einen Finger in das Becken, kann er sich bereits mit nur der Spitze einer seiner Tentakel aus dem Wasser heben.
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