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Musik, Kino, Sonstiges - 17. November 2009 - Klaus Torsy
BAP eröffnen Museumsplatz-Saison
Einziges Konzert der Kölner Band im Jahr 2010. Auch Kinonächte und Public Viewing zur Weltmeisterschaft geplant.
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Die Kölner Kultband BAP wird die Konzertreihe auf dem Bonner Museumsplatz im nächsten Jahr eröffnen. Genauer Termin ist der 29. Mai 2010. Dies gaben heute Vertreter der Betreibergesellschaft Kultevent, der Bundeskunsthalle und BAP-Chef Wolfgang Niedecken in Bonn bekannt.
Das Konzert findet zum Abschluss der BAP-Tour durch Österreich und die Schweiz statt und wird damit deutschlandweit das einzige Konzert der Band im nächsten Jahr sein. Anschließend wollen sich die Musiker eine kreative Auszeit genehmigen.
Wie Martin J. Nötzel von Kultevent mitteilte, befinden sich zurzeit bereits rund 22 Konzerte konkret in der Planung. Neben BAP nannte er folgende Termine: Buena Vista Social Club (12. Juli), Max Raabe und Palastorchester (21. August) sowie Status Quo (24. August). Die weiteren Konzerte durfte er mit Rücksicht auf die Tourneeankündigungen der Künstler noch nicht bekannt geben.
Im Übrigen hat der Spielplan der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika Einfluss auf die Terminplanung. Denn neben den Konzerten ist auch Public Viewing von den Spielen der deutschen Nationalmannschaft sowie von den Halbfinals und dem Finale vorgesehen. Jeweils rund 8.000 Fans sollen dann auf dem Museumsplatz mitfiebern können. Ebenfalls für den Sommer sind wieder die Filmnächte zwischen den Museen in Zusammenarbeit mit der Bonner Kinemathek vorgesehen.
Mit gemischten Gefühlen sieht die Betreibergesellschaft auf die abgelaufene Saison zurück. "Wir mussten verlorenes Terrain wieder reinholen", meinte Jürgen Harder. Der Konzertplatz habe sich in der Vergangenheit den Ruf eines subventionierten Standortes erworben und sei daher von zahlreichen Veranstaltern gemieden worden.
Denn Kultevent als Betreibergesellschaft führt selbst keine Konzerte durch. Hierfür sind die jeweiligen Veranstalter zuständig. Daher rührt das finanzielle Dilemma für die Betreiber des Platzes, die auf eine ausreichende Anzahl an Veranstaltungen angewiesen sind. Denn im Gegensatz zu anderen Konzertplätzen oder Hallen muss die Infrastruktur für jede Veranstaltung neu aufgebaut werden – ein Posten, der mit 100.000 Euro pro Konzert zu Buche schlage, so Harder. Ohne die finanzielle Hilfe seitens des Hauptsponsors sei dies nicht möglich.
"Vorzeichen sind sehr gut"
Unter finanziellen Aspekten sei die diesjährige Saison nicht so gelaufen, wie alle Beteiligten sich dies vorgestellt hätten, räumte auch Bernhard Spies, kaufmännischer Geschäftsführer der kooperierenden Bundeskunsthalle ein. Umso erfreulicher sei es, dass man sich bei der Planung der neuen Saison bereits jetzt über alle strittigen Punkten verständigt habe. Für sein Haus sei eine schwarze Null das Ziel, denn schließlich dürften keine Bundeszuschüsse in die Konzertreihe fließen.
Mit Blick auf das Nebeneinander von Museum und Konzerten erklärte Spies, das lediglich drei Prozent der Konzertbesucher mit ihrer Karte auch ins Museum gehen würden. Martin Nötzel gab an, dass 67 Prozent der Konzertbesucher auch schon eine Karte für das Museum erworben hätten.
Auf jeden Fall, so Nötzel, wolle man dem Publikum 2010 ein attraktiveres Programm als in diesem Jahr bieten. Denn falls der wirtschaftliche Erfolg ausbleibe, werde es 2011 keine Konzerte mehr geben. Gleichwohl machte er den Musikfans Mut: "Die Vorzeichen für 2010 sind sehr gut."
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