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Literatur - Klaus Torsy

Zur Kritik der rheinischen Vernunft

Rainer Pause liest aus "Litzmanns Erzählungen". Hochkarätige Vorleser und scharfzüngige Wortakrobatik bei den 5. Pantheon-Lesetagen.


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Rainer Pause alias Fritz Litzmann. (Bilder: Promo)

Serdar Somuncu. (Foto: Promo)

Rudi Rhode. (Bilder: Promo)

Horst Evers. (Bild: Promo)

Jochen Malmsheimer. (Foto: J. Malmsheimer)

Vom 7. bis 18. September kommen die Freunde des gepflegten Wortwitzes wieder auf ihre Kosten: Die 5."Pantheon-Lese-Tage" locken mit einem pointenreichen und schwarzhumorigen Programm-Menu für echte Satire-Gourmets. An sieben Abenden und einem Mittag ist komisch-kritische Dicht- und Rezitationskunst angesagt.

Zehn Autoren, Schauspieler und Kabarettisten wetzen ihre Sprachwerkzeuge, um mit ihren messerscharf formulierten Beobachtungen und furiosem Wortwitz stilsicher in Hirn, Herz und Zwerchfell zu treffen.

Zum Auftakt lädt Oberpantheonike und Kabarettist Rainer Pause zu einer Matinée-Lesung von "Litzmann´s Erzählungen". Seit über 20 Jahren steht Pause als "Fritz Litzmann" auf der Bühne, im Verein und natürlich mitten im Leben. Die Zwei in einer Person wissen entsprechend viel zu berichten, von der "Philosophie des Eichstrichs" bis "Zur Kritik der rheinischen Vernunft".

Tags darauf steigt die 29. Ausgabe der Stand-up-Poetry-Reihe "Pantheon-Vorleser im WDR" mit Jess Jochimsen als Gastgeber und Mitleser. Er begrüßt Dietmar Wischmeyer, Volker Strübing und Alltagsphilosoph Horst Evers.

Einst verulkte Serdar Somunco "Mein Kampf", nun ist Deutschlands größte Boulevardzeitung dran. An zwei Abenden tritt Somuncu den Beweis an, dass man viel anstellen kann mit einer Bild-Zeitung.

In seinem Bühnenprogramm „Der Körper lügt nicht“ spricht der Sozialwissenschaftler, Buchautor und Schauspieler Rudi Rhode am 10. September nicht nur über, sondern vor allem auch mit seinem Körper.

Einen Tag später erklärt Alltagsphilosoph Horst Evers seine Welt. Er beherrscht die schelmische Kunst, allein mit der Kraft des vorgelesenen Wortes aus einem Mikrokosmos ein weites All zu zaubern. Zur Belohnung gab es neben dem Prix Pantheon und dem Salzburger Stier in diesem Jahr den Deutschen Kleinkunstpreis.

Ein "einzigartiges akustisches Ritterspiel" präsentiert der gerne als "das rasende Mundwerk" titulierte sprachgeniale Kabarettist Jochen Malmsheimer. "Der König auf Camelot" von T. H. White gilt als der wohl witzigste und spannendste Ritterroman um König Arthur und seine Tafelrunde, um die mächtige Fee Morgana und den Zauberer Merlin und die endlose Suche nach dem heiligen Gral.

Zum Abschluss liest ein Veteran der deutschen Vorleser-Gilde: Max Goldt, der seine Zuhörer mit in seine aberwitzige literarische Wunderwelt nimmt. Er zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern. Im November erhält der gebürtige Göttinger in Berlin den Kleist-Preis 2008.

Das Programm der 5. Pantheon-Lesetage:

7.9.: Rainer Pause: "Litzmann´s Erzählungen" (Matinéelesung um 11:00)

8.9.: "Pantheon-Vorleser im WDR" – 29. Pantheon-Lesenacht mit Jess Jochimsen, Dietmar Wischmeyer, Volker Strübing, Horst Evers

9.9. und 16.9.: Serdar Somuncu: "Bild lesen!"

10.9.: "Der Körper lügt nicht" von und mit Rudi Rhode

11.9.: Horst Evers "Schwitzen ist, wenn Muskeln weinen"

12.9.: Jochen Malmsheimer liest "Der König auf Camelot" von T. H. White

18.9.: Max Goldt "liest Viel Neues und vielleicht ein bisschen was Altes"


Beginn aller Veranstaltungen um 20 Uhr, außer 7.9. um 11 Uhr.

Karten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder im Internet. Telefonische Reservierungen unter: 0228-212521 (Pantheon) bzw. 0180-5001812 (Bonnticket).

Nur im Pantheon-Büro erhältlich: die "Festival-Karte" - fünf Veranstaltungen auswählen, aber nur vier bezahlen.



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