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Ausstellung, Kulturarbeit - Jeanette Franza
Kristoffer Akselbo erhält Dorothea von Stetten-Kunstpreis 2008
Förderung von nationaler und internationaler Nachwuchskunst: Zum dreizehnten Mal wurde der Preis vergeben.
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In welchem Verhältnis stehen Museen zur zeitgenössischen Gegenwartskunst? Diese Frage motivierte 1984 die Namensgeberin Dorothea von Stetten dazu, diesen Kunstpreis ins Leben zu rufen.
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis geht in diesem Jahr an den 1974 in Kopenhagen geborenen Kristoffer Akselbo, vorgeschlagen von Anders Kold vom Louisiana Museum of Modern Art in Humlebaek.
Die fünfköpfige unabhängige Jury schätzte die künstlerische Haltung, die Ideen und Konzepte, mit denen er der Welt begegnet. Mit Leichtigkeit und einem Augenzwinkern entfalten sich seine präzise wirklich zeitgenössische Arbeit zwischen Natur, Technik und Kultur, zwischen Glamour und Monotonie. Er reflektiert das Unkontrollierte und das Kontrollierte gleichermaßen. Diese geschieht ohne Pathos vielmehr mit ironischer Distanz.
Akselbo ist der dreizehnte Preisträger. Der Kunstpreis wird alle zwei Jahre an Künstler vergeben, die das 36. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die Kandidaten dürfen (international) noch nicht bekannt sein, müssen allerdings interessante Entwicklungsperspektiven aufweisen.
Neben dem Dänen präsentierten sich vier weitere Kandidaten, alle Mitte der 70er Jahre geboren, vorgeschlagen von Kunstexperten, die nicht der Jury angehören. Die weiteren Kandidaten: Der in Jerusalem geborene Dani Gal, vorgeschlagen von Carina Plath, Westfälischer Kunstverein Münster; Jana Gunstheimer, vorgeschlagen von Ulrike Groos, Kunsthalle Düsseldorf; Michaela Meise, vorgeschlagen von Angelika Nollert, Neues Museum Nürnberg, sowie Jean-Xavier Renaud aus Frankreich, vorgeschlagen von Fabrice Hergott, Musée d´Art moderne de la ville de Paris.
Ein Katalog (110 Seiten, 15 Euro), herausgegeben vom Kunstmuseum Bonn, zeigt Fotografien der Kunstwerke der diesjährigen Kandidaten. Ein Novum in diesem Jahr ist die Möglichkeit, eine Edition zu erwerben mit Fotos von Kunstwerken der Kandidaten der vergangen Jahre enthält (Preis: 1.000 Euro). Der Erlös kommt der Dorothea von Stetten Stiftung zu.
Nach der Preisverleihung sind Werke Akselbos vom 11. Dezember 2008 bis zum 15. Februar 2009 im Kunstmuseum Bonn zu sehen.
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