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Sonstiges - Christiane Wiegand
Jenseits der Vorstellungskraft
Ein Wochenende lang wird Bonn zum Mekka für Science-Fiction-Fans: vom 30. April bis zum 2. Mai findet im Bonner Maritim-Hotel die 19. FedCon statt.
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Als Star Trek-Fan Dirk Bartholomä 1992 in Augsburg die FedCon ins Leben rief, dachte er vermutlich nicht einmal im Traum daran, dass er 18 Jahre später Organisator des größten europäischen Fantreffens im Bereich Star Trek und Science Fiction sein würde. Bei der allerersten Ausgabe der Convention kamen ein paar Hundert Besucher und ein einsamer Schauspieler aus der Star Trek-Serie als einziger Stargast. 2010 sieht das ganz anders aus: Für drei Tage verwandelt sich Bonn vom 30. April bis zum 2. Mai in ein Mekka für Science Fiction-Fans.
Unter dem Motto „Beyond Imagination“ öffnet die 19. FedCon am Freitag, den 30. Mai, um 10 Uhr ihre Pforten im Maritim-Hotel. 24 mehr oder minder prominente Gäste haben bisher ihre Anwesenheit in Bonn zugesagt, um ihren Fans auf dem Podium Rede und Antwort zu stehen, Autogramme zu verteilen und gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden zu feiern. Die Veranstaltung endet am Sonntag, den 2. Mai, mit der traditionellen Closing Ceremony.
Während die meisten Namen auf der Gästeliste nur eingeweihten SciFi-Nerds bekannt sein dürften, hat sich in diesem Jahr der ein oder andere Schauspieler angekündigt, der auch einem breiteren Publikum ein Begriff sein dürfte. James Marsters beispielsweise avancierte als wasserstoffblonder Vampir Spike in der Serie „Buffy – Im Bann der Dämonen“ zu einer Ikone der Popkultur und war in Gastrollen seither in zahlreichen anderen Science Fiction-Serien wie Andromeda, Smallville und Torchwood zu sehen. Der große schauspielerische Durchbruch ließ nach dem Ende von „Buffy“ im Jahr 2003 jedoch auf sich warten. Ein Schicksal, dass Marsters mit vielen seiner Kollegen aus dem Genre teilt, die ihr Geld dieser Tage hauptsächlich mit dem Besuch von Conventions wie der FedCon zu verdienen scheinen und auch nach Jahren noch vom Ruhm vergangener Tage zehren.
Auch der als Dr. Rodney McKay aus Stargate: SG-1 und Stargate: Atlantis bekannte kanadische Schauspieler David Hewlett hat sich nach dem Aus für Atlantis im vergangenen Jahr schwer getan, sich als Schauspieler in anderen Rollen zu etablieren. 2009 wirkte er neben Ashley Judd und Goran Visnjic in Sandra Nettelbecks Depressions-Drama „Helen“ mit. Welche weiteren Projekte in Planung sind, wird Hewlett seinen Fans auf der FedCon erzählen können.
Auch wenn die Begegnungen mit den „Stargästen“ für viele Besucher zu den Hauptgründen zählen, Jahr für Jahr aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland zur FedCon zu reisen, so gibt es auch abseits von Schauspieler-Talk und Autogrammstunde einiges zu erleben. Vor allem das Programm von Fans für Fans mit zahlreichen Workshops, Diskussionsrunden und Vorträgen rund um das Thema Science Fiction hat die FedCon in den vergangenen Jahren geprägt.
Um den unterschiedlichen Wünschen und Ansprüchen der Fans gerecht zu werden, gibt es auch in diesem Jahr zwei unterschiedliche Tickets für die FedCon: wer weniger an Stars als an der Zusammenkunft mit Gleichgesinnten interessiert ist, kann die Veranstaltung mit einem günstigeren Wochenendticket besuchen, während im Gold-Ticket für den stattlichen Preis von 499 Euro Autogramme aller anwesenden Schauspieler sowie exklusive Sitzplätze in den ersten Reihen des großen Saals des Maritim-Hotels enthalten sind. Für jeden der Convention-Tage sind außerdem Tageskarten erhältlich.
Ein ausführliches Programm wird etwa zwei Wochen vor der Veranstaltung auf der Internetseite der FedCon erhältlich sein. Alte Con-Hasen wissen jedoch, dass es fatal sein kann, sich zu sehr auf den Auftritt eines bestimmten Schauspielers zu freuen, denn Absagen in letzter Minute sind bei Veranstaltungen dieser Art keine Seltenheit.
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