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Kulturarbeit, Musik - Klaus Torsy

Hängepartie Festspielhaus

Wegen der Bürgerbefragung verzögert sich der Bau um ein Jahr. Entscheidung über Architektur-Entwürfe vertagt. OB Nimptsch bei Podiumsdiskussion zur Beethovenhalle.


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Die Beethovenhalle. (Foto: Archiv)

Festspielhaus-Entwurf von Herman und Valentiny und Partners. (Bild: Herman u. Valentiny)

Festspielhaus-Entwurf von Zaha Hadid Architects. (Bild: Zaha Hadid Architects)

Vorläufige Auszeit für das geplante Festspielhaus Beethoven: Nach der Ankündigung von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD), bei den NRW-Landtagswahlen im Mai 2010 eine Bürgerbefragung zum Festspielhaus durchführen zu wollen, haben die drei Sponsoren laut Medienberichten auf die Bremse getreten. Demnach wollen Deutsche Post, Postbank und Telekom vorerst keine wichtigen Entscheidungen treffen wie etwa die Auswahl des Architekten, die für den Jahreswechsel geplant war.

Somit wird sich der Baubeginn voraussichtlich um ein Jahr bis Sommer 2012 verzögern, die Fertigstellung wäre damit erst 2014 möglich. Voraussetzung für die neuen Planungen ist allerdings, dass sich die Bonner in ausreichendem zu dem Projekt bekennen. "Sollten sich aber 70 oder mehr Prozent der Bevölkerung dagegen aussprechen, dann könnten wir das nicht machen", hatte Nimptsch kürzlich gegenüber dem "General-Anzeiger" erklärt.

Auf der Linie des OB äußerte sich am Freitag auch Stadtdirektor Volker Kregel: "Auf dem Weg zum Festspielhaus müssen und wollen wir die Menschen mitnehmen", erklärte er. Der Oberbürgermeister und er selbst seien erklärte Befürworter der neuen Konzertsäle. Das Angebot der drei Bonner DAX-Unternehmen, das Festspielhaus auf eigene Kosten zu bauen, sei "eine nicht wiederkehrende Chance für die nationale und internationale Beethovenpflege in der Geburtsstadt des Komponisten."


Podiumsdiskussion mit Nimptsch zur Beethovenhalle

Nach dieser neuen Entwicklung rund um das Festspielhaus rückt auch die Frage nach dem Schicksal der Beethovenhalle wieder in den Blickpunkt. Gelegenheit zur Diskussion bietet ein öffentliches Kolloquium, das sich mit der Frage befasst, welchen kulturhistorischen und städtebaulichen Wert die Beethovenhalle hat.

Geleitet wird das Kolloquium von der Initiative Beethovenhalle, einer Gruppe von Studierenden aus dem kunsthistorischen Oberseminar von Prof. Dr. Hiltrud Kier an der Universität Bonn. Die Vorträge sollen die Qualitäten und die Bedeutung der Beethovenhalle einer breiten Bürgerschaft vermitteln.

Die abschließende Podiumsdiskussion widmet sich der aktuellen Frage nach dem Neubau des Festspielhauses auf dem Gelände der Beethovenhalle. Daran teilnehmen wird auch Oberbürgermeister Nimptsch.

Außerdem diskutieren Hans Daniels (Oberbürgermeister a. D.), Heinrich Küpper (Projektbeauftragter Festspielhaus, Deutsche Post DHL), Prof. Volker Wangenheim (Generalmusikdirektor der Stadt Bonn a. D.), Prof. Dr. Udo Mainzer (Landeskonservator Rheinland) und Dipl.-Ing. Joachim Klose (Architekt BDA, Vorstand BDA Bonn/Rhein-Sieg).

Termin: Samstag, 28. November 2009, 10 Uhr, Podiumsdiskussion ab 16.30 Uhr, Hörsaal 9, Uni-Hauptgebäude.


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