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Kulturarbeit - Klaus Torsy
Gegen überproportionale Kürzungen
Der Kulturkreis Bonn fordert ein integriertes Kulturkonzept. "Völlig falsch, einen Gegensatz zwischen kulturellen und sozialen Aufgaben zu konstruieren."
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Nach Abschluss der Bürgerbefragung zu Einsparungen im städtischen Haushalt hat der Kulturkreis Bonn Rat und Verwaltung der Stadt aufgefordert, alle hierfür notwendigen Fakten auf den Tisch zu legen.
In einer am Dienstag verbreiteten Resolution mit dem Titel "Kultur braucht Zukunft – Zukunft braucht Kultur !" spricht sich der Zusammenschluss von 26 Bonner Kulturfördervereinen außerdem dafür aus, die Stimmen der betroffenen Kultureinrichtungen samt der professionell und ehrenamtlich engagierten Bürger einzubeziehen.
Angesichts eines Gesamthaushaltes von über 1 Milliarde Euro biete der Kulturhaushalt mit 58,6 Millionen Euro, also gerade 6 Prozent des Gesamtetats, "keine Verfügungsmasse, aus der ein überproportionaler Beitrag zur Haushaltskonsolidierung geschöpft werden" könne.
Bevor Beschlüsse verabschiedet werden, erwartet die Kulturkreis, dass Sparvorschläge im Kulturbereich mit den Betroffenen erörtert werden. Zudem müsse die Verwaltung neben den Kosten für Kultur auch die Einnahmen offenlegen, die das Kulturangebot mit sich bringe.
Mit Blick auf das Bildungsangebot der Kulturlandschaft heißt es: "Die nachhaltige kulturelle Bildung breiter Bevölkerungsschichten unterschiedlicher Generationen und Herkünfte ist nur zu leisten, wenn kompetente und professionelle Künstlerinnen und Künstler hier dauerhaft produzieren und arbeiten können." Diese Strukturen gelte es daher zu erhalten.
Es sei völlig falsch, einen Gegensatz zwischen kulturellen und sozialen Aufgaben zu konstruieren, da sie sich gegenseitig bedingten und ergänzten. "Wer einseitig bei der Kultur kürzt, schwächt das Bildungsangebot, schadet der Kinder- und Jugendarbeit und beschädigt das soziale Zusammenleben in unserer Stadt", so der Kulturkreis.
Den vollständigen Text der Resolution finden Sie auf der Website der Bürger für Beethoven.
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