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Musik, Kulturarbeit - Klaus Torsy
Festival-Zuschauer mit eigenem Aschenbecher
Ob Gartenparty oder Musikfestival: Mit dem neuen Wettbewerb Green Spots sucht der Bonner Verein Sounds for Nature Foundation Videoclips zum Thema umweltfreundliches Feiern.
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Die Sounds For Nature Foundation e.V. und der norddeutsche Ökostromanbieter NaturWatt haben den Videowettbewerb Green Spots gestartet. Die Teilnehmer sind aufgerufen, einen Videoclip zu drehen und in maximal 60 Sekunden ihre Ideen für klima- und umweltfreundliche Events zu zeigen.
Bis zum 1. September 2012 können die Teilnehmer ihre Spots im Internet hochladen. Sie erscheinen dann im YouTube-Kanal des Wettbewerbs, wo die Community und die Jury über die Clips abstimmen werden. Insgesamt winken Preisgelder in Höhe von 3.000 Euro für Jury- und Publikumssieger.
In der Jury sitzen unter anderem Stefan Faber (ZDF Kultur, putpat.tv, jazzthing.tv) und Elmar Sommer (Freier Filmemacher und Dokumentarfilmer u. a. WDR Rockpalast, BMU). Für die Wettbewerb-Clips gilt: Entscheidend sind gute Ideen und die phantasievolle Umsetzung, nicht die technische Perfektion.
„Egal, ob Gartenparty oder Festival, jeder kann umweltfreundlich feiern. Die jungen Leute sollen in ihren Spots zeigen, wie sie umwelt- und klimafreundlich feiern, ohne dass der Spaß auf der Strecke bleibt“, meint Holger Schmidt von der Sounds For Nature Foundation. „Wir wollen, dass sie Spaß daran haben, aktiv und kreativ zu werden und im besten Falle auch noch Gewinne dafür abräumen. Dabei entscheidet nicht die technische Umsetzung der Spots, sondern vor allem die gute Idee.“
Schmidt hat als Geschäftsführer und Produktionsleiter schon bei der Bonner Rheinkultur für die Einrichtung umweltschonender Standards gesorgt. In seiner Größenordnung mit bis zu 170.000 Zuschauern an einem Tag trug das Festival als einziges dieser Größenordnung das “Sound For Nature”-Siegel: für seine Bemühungen um Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Zudem entwickelten die Organisatoren mit „green rocks“ ein international anerkanntes Nachhaltigkeits- um Umweltprogramm.
Dementsprechend froh ist man beim Ökostromanbieter NaturWatt über die Zusammenarbeit beim neuen Videoprojekt. „So wie Sounds For Nature bieten wir seit Jahren Projekte an, die einen kreativen Umgang mit der Umwelt fördern. Selbst mitzumachen und selbst aktiv zu sein, ist immer unser Ansatz“, erklärte Imke Allendorf von NaturWatt.
Entstanden ist die Sounds For Nature Foundation aus einem Projekt des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Im Kontext von (Live-)Musik und Events sollten junge Menschen angeregt werden, sich mit Natur und Umwelt auseinanderzusetzen. Seit 2012 steht man als gemeinnütziger Verein auf eigenen Beinen, kooperiert jedoch weiter mit dem BfN.
Vorbild Japan
Für den Wettbewerb gelang es, namhafte Gesichter aus der Branche ins Boot zu holen. Beim Trailer standen die Musiker Gentleman, Charlotte Cooper (The Subways), Ingo Donot (Donots) und Nicholas Müller vom Echo-Gewinner Jupiter Jones vor der Green-Spots-Kamera.
Dass Naturschutz auch ein Thema für die Künstler ist, macht Ingo Donot, Sänger der Band Donots deutlich. „In den 18 Jahren, die es die Donots gibt, haben wir unzählige Shows gespielt. Aber besonders die Open Airs und Clubshows in Japan sind wegweisend, was die Verbindung von Spaß und Umweltbewusstsein angeht“, erzählt Donot. „Die Zuschauer achten sehr darauf, dass neben all der Feierei nicht zu viel Müll produziert wird, bringen eigene Aschenbecher mit zu den Shows und räumen am Ende sogar noch selbst auf. Nimm Dir daran mal ein Beispiel, Europa!"
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