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Musik - Christiane Wiegand

Eine Saison im Zeichen der Jubilare

Am 8. Mai beginnt in Brühl die Schlosskonzertsaison 2010. Konzertkarten sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich.


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Nachdem bereits im vergangenen Jahr ein Komponistenjubiläum – der 200. Todestag Joseph Haydns – einen der Programmschwerpunkte bei den Brühler Schlosskonzerten bildete, sind es in diesem Jahr gleich vier Jubilare, die das Konzertprogramm im Schloss Augustusburg bestimmen. Über die gesamte Konzertsaison hinweg gedenkt man 2010 der 200. Geburtstage Robert Schumanns und Frédéric Chopins, des 250. Geburtstags Luigi Cherubinis sowie des 350. Geburtstags Alessandro Scarlattis.

Im Jahr 1958 rief der Brühler Dirigent und Musikwissenschaftler Helmut Müller-Brühl die Brühler Schlosskonzerte ins Leben. Bis heute verfolgt die alljährlich stattfindende Veranstaltung das Ziel, Musik mit einer bunten Mischung aus Matinee- und Familienkonzerten und Abendveranstaltungen einem möglichst breit gefächerten Publikum zugänglich zu machen.

Namhafte Solisten und Ensembles wie beispielsweise Violinistin Midori Seiler und Pianist Alain Planès, das Tokyo String Quartet oder das Fauré Quartett präsentieren in diesem Jahr in Brühl Werke aus Barock, Klassik und Romantik. Kammermusik und Soloprogramme stehen hierbei Seite an Seite mit Orchesterwerken. Neben dem Hausorchester der Schlosskonzerte, der vom künstlerischen Leiter Andreas Spering gegründeten Capella Augustina, sind 2010 unter anderem das Helsinki Baroque Orchestra, das Freiburger Barockorchester und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen zu hören.

Im von Balthasar Neumann entworfenen spektakulären Treppenhaus der Unesco Welterbestätte Schloss Augustusburg eröffnet am 8. Mai das Elbipolis Barockorchester Hamburg die diesjährige Saison mit Werken von Bach, Händel, Vivaldi und Corelli. Das Ensemble aus der Hansestadt war bereits im vergangenen Jahr mit großem Erfolg in Brühl zu Gast und zeichnet sich vor allem durch seine innovative Herangehensweise an die Musik des Barocks aus.

Am Muttertag, dem 9. Mai, können junge Konzertbesucher ab 6 Jahren im Max Ernst Museum mit dem Meisterdieb Paolo Passepartout (Matin Heim) und dem Pindakaas Saxophonquartett auf eine musikalische Entdeckungsreise durch die Jahrhunderte gehen. Werke von Klassik bis Pop und Jazz werden bei dem Familienkonzert vertreten sein.

Das Haydn-Festival, das vom 20. bis zum 29. August zum dritten Mal stattfindet, bildet den Abschluss der Brühler Schlosskonzerte 2010. Im Rahmen des zehntägigen Festivals erwarten den Zuhörer ein Mikrokosmos der Haydnschen Musik mit all ihren Facetten.

Unter dem Titel „Pianissimo“ präsentiert die Pianistin Claire Chevallier am 26. August Solowerke Haydns für Hammerklavier. Zum Abschluss des Haydn Festivals und der Brühler Schlosskonzerte am 28. und 29. August bringt die Capella Augustina in der Kirche St. Margareta gemeinsam mit dem Vokalensemble Köln und vier Gesangssolisten das „Stabat Mater“ zur Aufführung. Das Werk zählt zu den geistlichen Hauptwerken des Komponisten.

Das abschließende Feuerwerk im Schlosspark gehört traditionell zu den Höhepunkten der Schlosskonzerte. Aufgrund von Bauarbeiten an der Schlossterrasse müssen die Zuschauer in diesem Jahr zwar auf eine Bühne mit Livemusik verzichten, Konzerte in der Schlosskirche, im Treppenhaus und in St. Margareta versprechen jedoch eine angemessene Einstimmung auf das große Finale. Die Musik während des Feuerwerks wird allerdings vom Band kommen müssen.

Das komplette Programm der Brühler Schlosskonzerte sowie Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und zum Kartenvorverkauf sind unter http://www.schlosskonzerte.de/ zu finden.

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