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Musik - Christiane Wiegand
Beethoven & Co
Das Beethoven-Haus stellt sein Konzertprogramm für die Saison 2010/2011 vor. Es präsentiert das Werk Ludwig van Beethovens eingebettet in ein abwechslungsreiches Programm mit hochkarätigen Musikern aus dem In- und Ausland.
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Dass das Werk Ludwig van Beethovens auch in der kommenden Konzertsaison im Mittelpunkt des Programms des Bonner Beethoven-Hauses steht, ist kaum verwunderlich. Bei einem Großteil der Konzerte wird zumindest ein Werk aus der Feder von Bonns berühmten Sohn zu hören sein. Dass sich das Haus jedoch keineswegs auf die Präsentation der Musik Beethovens beschränkt, beweist das breite Spektrum an Epochen und Stilrichtungen, die im Spielplan 2010/2011 vertreten sind.
Das Angebot reicht von historischer Aufführungspraxis bis hin zu zeitgenössischer Musik und Jazz in der Reihe „Aspekte“. Die Förderung junger Talente sowie die Vermittlung klassischer Musik über das traditionelle Konzerterlebnis hinaus bilden auch 2010/11 einen Schwerpunkt im Programm des Beethoven-Hauses. Im Rahmen der Reihe „Young Stars“ sind zahlreiche Nachwuchsmusikerinnen und Nachwuchsmusiker zu Gast in Bonn.
Noch vor dem offiziellen Start der Saison findet im Kammermusiksaal unter dem Motto „Jazz-Piano-Trios“ der Bonner Klaviersommer 2010 statt. Vom 8. bis zum 29. Juli sind insgesamt vier Jazz-Trios im Beethoven-Haus zu Gast. Den Anfang macht am 8. Juli um 20 Uhr das Bruno Böhmer Camacho Trio, gefolgt vom Henning Wolter Trio am 15. Juli. Am 22. Juli ist das Anke Helfrich Trio zu erleben. Den Abschluss des Klaviersommers 2010 markiert das Konzert des Nachwuchsensembles „3 Peas“ am 29. Juli.
Ebenfalls noch vor Start der Saison findet vom 1. bis zum 5. August der erste Internationale Beethoven Meisterkurs für Kammermusik statt. Fünf Tage lang wird Pianist Alfred Brendel mit zwei den zwei ausgewählten Streichquartetten, dem Meccorre String Quartet und dem Quartetto Lyskamm, arbeiten. Sämtliche Proben sind öffentlich. Zum Auftakt hält Brendel am 1. August um 18 Uhr einen Vortrag zum Thema „Charakter in der Musik“; Höhepunkt und Abschluss des Meisterkurses bildet das Abschlusskonzert am 5. August um 20 Uhr. Dort bringen die Ensembles die erarbeiteten Werke, die Streichquartette op. 132 und op. 135 von Ludwig van Beethoven, zur Aufführung.
In der Reihe „Kammerkonzerte“ sind auch in der kommenden Saison international renommierte Künstler zu Gast in Bonn. Die Violinistin Mirjam Contzen präsentiert am 3. November gemeinsam mit Mihaela Ursuleasa am Klavier Werke von Strawinsky, Bartók und Schumann. Am 17. Februar 2011 gastiert das Tammuz-Quartett im Kammermusiksaal. Auf dem Programm stehen Werke von Beethoven, Brahms und Anders Eliasson. Im Frühjahr 2011 ist die international bekannte Sopranistin Ruth Ziesack zu Gast. Am 15. März singt sie in Begleitung des Pianisten Gerold Huber Lieder von Haydn, Liszt und Mahler.
Aufgrund ihres großen Erfolgs in der laufenden Saison findet die Reihe „ZweiMal: Musik im Gespräch“ in der kommenden Saison ihre Fortsetzung. Im Zentrum stehen bei den beiden Konzerten der Reihe am 9 Februar und am 25. November 2011 Werke der klassischen Moderne: im Februar stellt das Kodály-Quartett Béla Bartóks Streichquartett Nr. 5 musikalisch und im Gespräch mit Patrick Hahn vor, im November widmet sich das Diaphonia-Quintett Györgi Ligetis „Sechs Bagatellen für Bläserquintett“.
Im Rahmen der Reihe „Beethoven Extra“, in der die Werke Beethovens im Kontext der Musik seiner unbekannteren Zeitgenossen auf historischen Instrumenten präsentiert werden, markieren zwei Sonderkonzerte wichtige Lebensdaten des Komponisten. Am 11. November ist das Trio 1790 im Kammermusiksaal zu Gast und spielt anlässlich des Tauftags Ludwig van Beethovens auch das Trio g-Moll seines weitgehend in Vergessenheit geratenen Zeitgenossen Leopold Anton Kozeluch. Zum Todestag des Komponisten am 26. März präsentieren die Pianisten Wyneke Jordans und Leo Doeselaer Werke von Beethoven und Mozart auf einem historischen Hammerflügel.
Einen Höhepunkt der kommenden Saison stellt am 5. Juni 2011 die Rückkehr des Pianisten András Schiff in dem Kammermusiksaal dar. Am Fortepiano bringt der, vor allem für seine Beethoven-Interpretationen berühmte, Künstler unter anderem die Diabelli-Variationen zur Aufführung, deren Handschrift sich seit Dezember 2009 im Besitz des Beethoven-Hauses befindet.
Weitere Informationen und ein ausführliches Programm ist auf der Internetseite des Beethoven-Hauses zu finden.
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