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Sonstiges, Medien, Kino - Klaus Torsy

Auf einen Blutwein bei den Klingonen

Star Trek, Stargate, Darth Vader und Co: Anfang Mai gastiert die FedCon, Europas größte Science-Fiction Convention, in Bonn.


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Die Enterprise der ersten Star Trek Serie der 1960er Jahre ... (Foto: Paramount)

... und das Modell NX-01 späterer Filme. (Foto: Paramount)

Nichell Nichols als Uhura. (Foto: Paramount)

Edward James Olmos als Admiral William Adama. (Foto: Universal)

Für die Fans hatte das Warten ein Ende: Am 7. April feierte der neue Star Trek Film im australischen Sydney seine Weltpremiere, in Deutschland wurde er am 16. April in Berlin erstmals gezeigt. Und am ersten Maiwochenende bietet sich den zahllosen Fans des Genres Gelegenheit, auf der FedCon in Bonn über den Film unter Gleichgesinnten zu debattieren.

Zahlreiche Stargäste aus vier Star-Trek-Serien, Battlestar Galactica – mit Edward James Olmos, der erstmals auf eine deutsche Convention kommen wird –, Stargate SG 1, Stargate Atlantis, Firefly und Babylon 5 sind angekündigt. Sie werden den Fans Rede und Antwort stehen, Autogramme schreiben und sich in Fotosessions zusammen mit den Fans für Erinnerungsbilder ablichten lassen.

Bereits zum 18. Mal findet das in Europa größte Treffen der Science-Fiction-Fans statt. Begonnen hat alles im Jahr 1992 im Augsburger Turmhotel als kleine Convention mit ein paar Hundert Besuchern und Walter "Chekov" Koenig als einzigem Stargast. Heute werden bei den jährlichen Zusammenkünften mehrere Tausend Besucher gezählt.

Dirk Bartholomä, Geschäftsführer der FedCon GmbH in Augsburg, hat sich mit der FedCon einen Lebenstraum erfüllt. Als langjähriger Fan von Captain Kirk, seinen Nachfolgern und zahlreichen Fantasy-Reihen ging es ihm bei der ersten Veranstaltung mehr um einen Versuch in der Hoffnung, dies bei genügend Zuspruch einmal zu wiederholen.

Der Erfolg der ersten FedCon war allerdings so groß, dass die Veranstaltung im Jahr darauf nach München umziehen musste, da sich die Augsburger Lokalität für den Besucherandrang als viel zu klein erwies. Im Jahr 1995 musste Bartholomä erkennen, dass auch der Münchner Rahmen dem Andrang der Fans nicht gewachsen war.

So zog er wieder um, diesmal nach Bonn ins Maritim Hotel, dessen Tagungsräume die bis zu 5.000 Fans, die durchschnittlich an einem Wochenende kommen, aufnehmen können. Seit 1996 findet die FedCon – bis auf 2006 in Fulda – daher in Bonn statt.

Den Besucher erwarten auch in diesem Jahr Experten mit Vorträgen zu wissenschaftlichen, sprachlichen und Science-Fiction Themen, dazu Workshops, Diskussionsrunden, Fan-Aktionen und zum ersten Mal die Fed-Lympics, bei denen Spiele auf WII-Konsolen ausgetragen werden.

Bei der Auswahl der Stargäste für die 18. FedCon stand der Fanwunsch an erster Stelle. So haben neben zahlreichen weiteren Stars Nichelle Nichols, Christopher Judge, Michael Hogan, John Billingsley, Jeffrey Combs und Richard Hatch ihr Kommen zugesagt. Die Gold-Tickets sind daher schon seit vielen Monaten restlos ausverkauft und nur reguläre Karten noch erhältlich.

Neben den beliebten Panels (Frage- und Antwort-Stunden) stehen auch eine Händlerbörse sowie eine Modellbau- und Kunstausstellung auf dem Programm. Und in Workshops erfahren die Teilnehmer, wie man ein Drehbuch schreibt, ein Raumschiff bastelt oder 3D-Schach aus der Classic–Serie spielt.

Außerdem ist der geneigte Fan eingeladen, mit Klingonen in deren Lager Blutwein zu trinken und die Imperialen Sturmtruppen mit Darth Vader zu erleben. Zum Tagesabschluss locken jeweils Konzerte und Partys, auf denen man auch den einen oder anderen Star hautnah erleben kann. Und wer weiß: Vielleicht endet die FedCon ja auch einmal wie Galaxy Quest …


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