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Kino - Michael Hermann

Vampire Weekend

Kate Beckinsale geht als lacklederne Actionheldin in „Underworld: Awakening“ erneut auf Werwolfjagd. Eher etwas für Fans der Underworld-Streifen.


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Taffe Action-Heroine: Kate Beckinsale als Selene. (Bild: 2011 Sony Pictures Releasing)

Ein good cop (Michael Ealy) steht der Heldin zur Seite. (Bild: 2011 Sony Pictures Releasing)

Das Kind mit besonderen Fähigkeiten: India Eisley als Eve. (Bild: 2011 Sony Pictures Releasing)

Vampir-Versammlung mit Häuptlingssohn David (Theo James). (Bild: 2011 Sony Pictures Releasing)

Eine Art beidhändige Vorhand: Kate Beckinsale ist Selene. (Bild: 2011 Sony Pictures Releasing)

Underworld: Awakening ist der mittlerweile vierte Teil der 2003 gestarteten Film-Serie um Vampire, Werwölfe (hier „Lykaner“ genannt), Menschen und hybride Mischwesen. Nachdem der dritte Teil ein Prequel zu Nummer eins und zwei geliefert hatte, steht nun im vierten, in 3D gedrehten Film wieder Kate Beckinsale als Vampirkriegerin und Werwolfjägerin „Selene“ im Mittelpunkt.

Damit ist der Inhalt auch schon wiedergegeben: Es geht hauptsächlich darum, Kate Beckinsale im schwarzen Latexanzug mit kühler Entschlossenheit, Sprungtechnik aus der Trickkiste und zwei Knarren im Anschlag durch düstere Szenerien zu schicken und sie möglichst viele der bösen Lykaner niedermähen zu lassen. Außerdem muss Selene noch ein Kind retten und ihren verschollenen hybriden Gefährten suchen.

Damit noch Platz für eine weitere Fortsetzung bleibt, klappt nicht alles. Muss ja auch nicht. Underworld: Awakening spielte bei seinem US-Start am ersten Wochenende 25 Millionen Dollar ein und setzte sich damit an die Spitze der Kino-Charts. Wer verzichtet schon freiwillig auf eine solche Gelddruckmaschine?

Wer wie der Rezensent die Teile 1-3 nicht kennt, wird nach Sichtung von Nummer vier nicht unbedingt den Drang verspüren, das Kennenlernen nachzuholen. Indes sind die angenehm kurzen knapp 90 Minuten Underworld: Awakening auch keine komplette Zeitverschwendung. Fans, von denen es – siehe US-Besucherzahlen –  offenbar gar nicht so wenige gibt, werden ihn sich ohnehin angucken.

Der Film will nicht mehr sein als ein Stück düsteres Fantasy-Action-Kino ohne jegliche humoristische Auflockerung und ohne großen (pseudo-)mythologischen Tiefgang. Diesen Anspruch löst er ein – allerdings auch ohne nennenswerte Höhepunkte.


Underworld: Awakening - Regie: Måns Mårlind, mit: Kate Beckinsale, Stephen Rea, Michael Ealy u. a., USA 2012, 89 Min. FSK ab 16 J., Kinostart: 2. Februar 2012.


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