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Kulturarbeit, Theater - Klaus Torsy
SPD: Kölner Oper nach Bonn
Laut einem Medienbericht überlegt die Kölner SPD, für die Zeit der Sanierung des Opernquartiers die Kölner Produktionen in das Bonner Opernhaus zu verlegen. Nimptsch: Win-win-Situation denkbar.
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Die Kölner SPD hat die Oper Bonn als Aufführungsort für Kölner Produktionen während der zweijährigen Sanierung des dortigen Opernquartiers ins Spiel gebracht. Laut einem Bericht der Online-Ausgabe des Kölner Stadt-Anzeiger von heute schwebt dem Vorsitzenden des SPD-Fraktion, Martin Börschel, das Bonner Opernhaus als geeignete Alternative vor. Derzeit sind außerdem der Musical Dome und eine noch zu errichtende Mehrzweckhalle im Kölner Stadtteil Vogelsang im Gespräch.
Dass in Bonn keine Zusatzinvestitionen über die Sanierungszeit hinaus fällig werden, ist laut dem Bericht für Börschel ein entscheidender Aspekt, um die Bundesstadt in die Überlegungen einzubeziehen. Auch dass das Kölner Publikum nach Bonn fahren müsste, ist für den SPD-Mann kein Problem, denn "30 Kilometer sind keine unzumutbare Entfernung", zitiert das Blatt Börschel.
Die Argumentation stützt sich zudem auf die Auslastung der Bonner Oper, bei der es bei den Aufführungen und bei der Zahl der Spieltage noch deutliche Kapazitäten gebe. Käme es zu Kölner Aufführungen auf der Bonner Bühne, sei dies wie "ein Gastspiel der Kölner Oper".
Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) habe sich gegenüber dem Vorschlag "prinzipiell aufgeschlossen" gezeigt, heißt es in dem Bericht. So sei es denkbar, dass in Bonn ein oder zwei Kölner Produktionen über die Bühne gingen, von der Oper Bonn dafür eine Produktion weniger. Aufgrund der geringeren Kosten könnte es so zu einer kulturpolitischen "Win-Win-Situation" kommen.
Auch bei der Bonner SPD-Fraktion scheint Börschels Vorschlag auf fruchtbaren Boden zu fallen. Laut einem Bericht von General-Anzeiger online hat die kulturpolitische Sprecherin Bärbel Richter gestern Abend einen entsprechenden Antrag in ihrer Fraktion eingebracht.
Demnach profitiere die Bonner Oper von Mehreinnahmen durch die Kölner Gastspiele. Überdies könnte die hiesige Oper bei einer eigenen Sanierung umgekehrt nach Köln ausweichen, um Kosten zu sparen. Der Bonner Kulturausschuss solle sich in seiner Sitzung am 16. Februar mit dem Vorschlag befassen.
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