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Kulturarbeit, Musik, Theater – 13. Mai 2015 – Klaus Torsy

Weg frei für das Westwerk

Westwerk in der Bonner Weststadt: Bislang Zukunftsmusik, aber so ... (Bild: Westwerk Projekt Team)

... könnten Veranstaltungshalle und ... (Bild: Westwerk Projekt Team)

... Kompetenzzentrum in naher Zukunft aussehen. (Westwerk Projekt Team)

Nach der Entscheidung des Bonner Rats zum Westwerk-Projekt laufen die Vorbereitungen aus Hochtouren. Auf dem Gelände des Alten Schlachthofs soll ein Kompetenz- und Veranstaltungszentrum entstehen. Branchen- und Wirtschaftsvertreter sind zuversichtlich.
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Ein Jahr seit dem ersten Ratsbeschluss hat es gedauert, nun ist die Entscheidung gefallen: Nachdem der Bonner Wirtschaftsausschuss im April grünes Licht für das Westwerk-Projekt gegeben hatte, ist der Stadtrat dem Votum fraktionsübergreifend und einstimmig gefolgt.

Damit ist der Weg frei, auf dem lange brachliegenden Gelände am Alten Schlachthof ein modernes Kompetenzzentrum samt Veranstaltungshalle zu errichten. „Wir sind froh, dass diese ermüdende und überraschend langwierige Phase jetzt endlich abgeschlossen ist“, sagt Holger Jan Schmidt vom Westwerk-Projektteam.

Der ehemalige Rheinkultur-Macher des Bonn Promotion Dept. freut sich über die fraktionsübergreifende Unterstützung und blickt nach vorne: „Damit können wir jetzt endlich die Handbremse lösen und guten Gewissens Gas geben.“


Multifunktionshalle für bis zu 1.600 Besucher

Auf dem 10.000 Quadratmeter umfassenden Campus in der Bonner Weststadt soll innerhalb eines Jahres ein Veranstaltungszentrum mit Multifunktionshalle für 1.600 Besucher entstehen mit bis zu 1.000 Sitzplätzen. Im kleineren Club finden 500 Besucher Platz (250 Sitzplätze).

Neben Konzerten sind auch andere Veranstaltungen wie Theater, Kabarett, Comedy oder Karneval vorgesehen. Das Kompetenzzentrum soll Veranstalter und andere Fachleute der Veranstaltungsbranche zusammenbringen.

Auch bei der Finanzierung stehen die Zeichen gut. Thomas Kläser vom PA-Team ist bei Westwerk verantwortlich für den wirtschaftlichen Part. Zwar hat der langwierige Entscheidungsprozess die Verhandlungen mit möglichen Geldgebern und Zulieferern zuletzt blockiert. „Aktuell sieht es aus, als könnten wir unseren Zeitplan halten. Wir befinden uns derzeit in den letzten Zügen der Verhandlungen mit überregionalen Partnern, Investoren und Kreditinstituten und verzeichnen dort erfreulich starkes Interesse. Zeitgleich sprechen wir sehr konkret mit den potenziellen lokalen Partnern“, beschreibt Kläser die Situation.


Aufwertung Bonns als Veranstaltungsstandort

Entsprechend seiner Attraktivität erhoffen sich die Macher auch finanzielles Engagement für den neuen Veranstaltungsort. „Es ist uns ein Anliegen“, so Kläser, „dass ein Projekt mit dieser Strahlkraft für Bonn auch zu einem guten Stück aus der Region finanziert wird. Es bringt eindeutig eine Veränderung für den Standort Bonn und wird deshalb auch starke lokale Partner haben.“

Diese Einschätzung teilt man auch bei der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, vor allem mit Blick auf jüngere Zielgruppen. „Es muss uns gelingen, mit Angeboten für jüngere Bevölkerungsschichten, Auszubildende, Studenten, Fach- und Führungskräfte die Attraktivität des Standorts zu steigern“, meint IHK-Geschäftsführer Professor Stephan Wimmers. „Das Westwerk hätte sicher auch Strahlkraft über Bonn und die Region hinaus."

Ausreichende Nachfrage nach einer neuen Konzerthalle scheint jedenfalls gegeben. "Wir veranstalten mittlerweile nicht wenige Künstler in größeren Hallen. Bedarf an einer 800er bis 1000er Kapazität haben wir also allemal", sagt Andrea Heister, künstlerische Leiterin im Haus der Springmaus. "Besonders freut es uns, dass die Halle von Leuten gebaut wird, die selber Veranstalter mit Herzblut sind und wissen, was eine Halle braucht und wie sie ausgestattet sein muss, um Künstler und Veranstalter gleichermaßen glücklich zu machen."


Veranstaltungshalle behebt das Bonner „Spielstättendefizit“

Vorfreude herrscht auch in der Musik-Branche, für die das Westwerk neue Möglichkeiten im Bonner Raum eröffnet. Alex Richter, Geschäftsführer der Four Artists Booking Agentur und zuständig für Acts wie Die Fantastischen Vier, Max Herre und Seeed, findet die geplante Größe der Konzerthalle „genau richtig dimensioniert“. Und: „Bonn kann ein solches Venue bestens brauchen. Die Stadt hat schließlich seit Jahren ein Spielstättendefizit.“

Auch Jochen Breit-Tiffe, Geschäftsführer von Prime Entertainment, des größten Konzertveranstalters in NRW (u. a. Foo Fighters, Maroon 5, Linkin Park, Kraftklub), sieht im Westwerk ein vielversprechendes Projekt: "Wir haben großes Interesse, als Veranstalter dort aktiv zu werden. Wir freuen uns auf eine neue Veranstaltungsstätte mit Zugkraft für die Region und eine intensivere Kooperation mit langjährigen guten Partnern."
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