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Kulturarbeit – 13. Januar 2017 – Klaus Torsy

Gefühl reizvoller Verunsicherung

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Die Künstlerin Johanna Reich erhält den LVR-Frauenkulturpreis. (Bild: Johanna Reich, VG Bild-Kunst Bonn 2017)

Johanna Reich erhält den Frauenkulturpreis des Landschaftsverbandes Rheinland. Ausgezeichnet wird die in Köln lebende Künstlerin u. a. für ihren Blick „behind the screen“. Verleihung am 19. Januar im LVR-Landesmuseum Bonn.
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Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat den Frauenkulturpreis der in Minden geborenen Künstlerin Johanna Reich zuerkannt. Die Verleihung findet am 19. Januar um 18.30 Uhr im LVR-Landesmuseum Bonn statt, wie der LVR am Freitag mitteilte.

Der Frauenkulturpreis wird im zweijährigen Turnus vergeben für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der bildenden Kunst. Er ist mit 5.000 Euro dotiert. Unter 84 gültigen Bewerbungen entschied sich eine fachkundige Jury einstimmig für Reich als Preisträgerin.

Johanna Reich, 1977 in Minden geboren und heute in Köln lebend, überzeugte die Jury mit ihren vielschichtigen Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Video, Malerei und Performance. Inmitten der allgegenwärtigen digitalen Bildwelten des 21. Jahrhunderts befrage die Künstlerin auf kluge, manchmal geradezu listige Weise die Bilder – jene „realen“, die das menschliche Auge unentwegt in der Alltagswelt aufnimmt, ebenso wie die malerischen und die digitalen. Dabei besteche ihr Reichtum an Ideen und künstlerischen Ausdrucksweisen ebenso wie ihre eindrücklich eigenständige Position.

Die Arbeiten zeichneten sich nicht selten durch die vehemente Fragelust einer Forscherin aus. Zugleich sei der Blick, mit dem Reich „behind the screen“ (so der Titel einer ihrer Ausstellungen) schaue, fast immer poetisch und oft spielerisch humorvoll.

Die Künstlerin nehme den Betrachter dabei in fast unbemerkter Leichtigkeit mit zu ihren Erkundungen von Wahrnehmbarem und Nicht-Wahrnehmbarem, von Sichtbar und Unsichtbar, von vermeintlicher Wahrheit und vermeintlicher Täuschung, von Präsenz und Absenz.

Johanna Reich gewährt in ihren Videoarbeiten vollkommene Transparenz dessen, was vorgeht. Dennoch hinterlässt sie den Betrachter – gerade im Bewusstsein um diese Transparenz – mit einem Gefühl der spannenden, reizvollen Verunsicherung und des „lustvoll getäuscht Werdens“, so die Jury.

Der Frauenkulturpreis will das Schaffen weiblicher Nachwuchskünstlerinnen hervorheben und fördern sowie der strukturellen Benachteiligung von Frauen im Kunstbetrieb entgegenwirken. Neben dem Preisgeld wird Johanna Reich eine Einzelausstellung in einer der Einrichtungen des LVR erhalten, zu der auch ein Katalog publiziert wird.

Der Jury gehörten an: Dr. Petra Hesse (Direktorin des Museums für Angewandte Kunst Köln), Dr. Oliver Kornhoff (Direktor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck), Dr. Achim Sommer (Direktor des Max Ernst Museums Brühl des LVR), Dr. Klara Drenker-Nagels (Direktorin des August-Macke-Haus Bonn) und der stellvertretende Direktor des LVR-LandesMuseums Bonn, Lothar Altringer.
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