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Kino – 13. Juli 2017 – Thomas Glahn

Der Golem, die Suffragetten und Kafka

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Make More Noise: Das Rahmenprogramm der Stummfilmtage beschäftigt sich auch mit den Suffragetten. (Bild: Förderverein Filmkultur Bonn e. V.)

Das Rahmenprogramm der 33. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino steht. Im LVR-Landesmuseum geht es um die Rekonstruktion alten Filmmaterials, die Gleichberechtigung und Kafkas Beziehung zum Kino.
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Vom 10. bis 20. August zeigt das Bonner Sommerkino zum Großteil frisch restaurierte und selten aufgeführte Stummfilme aus der ganzen Welt im Arkadenhof der Universität Bonn. Wie immer bieten die Internationalen Stummfilmtage außerdem im Rahmenprogramm Filme und Vorträge im LVR-Landesmuseum mit spannenden Einblicken in die Filmgeschichte und die Arbeit der Restauratoren.

So widmet Stefan Drößler sich am Sonntag, 13. August, um 15 Uhr Paul Wegeners zwischen 1915 und 1921 entstandenen Filmen um den Golem, diese mystische, zum Leben erweckte Lehmfigur aus dem Prager Ghetto. Er berichtet über die erhaltenen und neu gefundenen Materialien aus den drei Filmen sowie über ihre langwierige Rekonstruktion und zeigt Ausschnitte.

Der zweite Teil des Nachmittags nimmt die Suffragetten in den Blick: Frauen, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor allem in England und den USA für ihre Rechte, u. a. die Einführung des Frauenwahlrechts, einsetzten und in der von Männern dominierten Filmbranche verspottet wurden. Eine Sammlung des British Film Institute mit frühen Filmdokumenten und Komödien, die um 17 Uhr präsentiert wird, zeigt die Anfänge des bis heute andauernden Kampfes der Suffragetten um Gleichberechtigung.

Der Nachmittag des 20. August steht im Zeichen des Schriftstellers Franz Kafka, der ab 1908 regelmäßig ins Kino ging. Der Autor und Publizist Hanns Zischler hat in umfassender Recherche alle Referenzen auf Kinobesuche in Kafkas Schriften, Tagebüchern und Briefen untersucht und zahlreiche Filme identifiziert. Das Filmmuseum München hat sie in Zusammenarbeit mit einem Dutzend internationaler Archive aufwendig restauriert.

In einer unterhaltsamen Lesung mit Filmausschnitten, Bildern und Dokumenten stellen Zischler und Drößler ihre Arbeit zu Kafka vor. Dieser besuchte zuweilen auch die zu Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Kaiserpanoramen, in denen bis zu 25 Personen gleichzeitig 3D-Bilderserien sichten konnten.

2015 hat Regisseur Nikolai Vialkowitsch die seinerzeit populären Bilderserien aus dem Ersten Weltkrieg digitalisiert und als Grundlage für einen beeindruckenden 3D-Film verwandt, der um 17 Uhr vorgeführt wird.

Für das Rahmenprogramm sind Tageskarten zum Preis von 7 / 5 Euro erhältlich, die beim Förderverein Filmkultur Bonn e.V. (Telefon 0228 / 47 85 68) reserviert werden können.
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