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Kabarett, Kulturarbeit – 27. März 2018 – Thomas Glahn

Karfreitag kein Tod im Rheinland

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Machen eine unfreiwillige Pause an Karfreitag: Rainer Pause (l.) und Martin Stankowski. (Bild: Pantheon)

Sterben verboten? Nein, aber unfreiwillige Pause für Stankowski und Pause: Unter Berufung auf das Feiertagsgesetz haben die Stadt Bonn und das Regierungspräsidium Köln die Vorstellung "Tod im Rheinland" an Karfreitag untersagt.
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Die für Karfreitag, 30. März, im Bonner Pantheon-Theater geplante Vorstellung von "Tod im Rheinland" – 2000 Jahre Sterbekultur im Rheinland – mit dem Kölner Historiker Martin Stankowski und dem Bonner Kabarettisten Rainer Pause ist von der Stadt Bonn mit der Begründung der Verletzung des Feiertagsgesetzes untersagt worden. Zudem drohe die Versiegelung des Theaters. Das gab das Pantheon am Dienstag in einer Medienmitteilung bekannt.

Um eine Konfrontation mit den Ordnungsbehörden an diesem Tag zu vermeiden, wurde die Veranstaltung abgesagt. Dabei sei es gerade die „Ernsthaftigkeit im Umgang mit dem Tod“, die das Programm zu seinem besonderen Erfolg mit immerhin fast eintausend Aufführungen gebracht habe.

„Dass sie nicht vorrangig nur der Unterhaltung dient, und ‚angenehmen Zeitvertreib, Geselligkeit, sowie Erholung und Entspannung‘ vermitteln soll, wie von der Stadt Bonn und dem Regierungspräsidium unterstellt wird, kann man schon der Tatsache entnehmen, dass die Vorführungen nie an den klassischen Vergnügungs- oder Unterhaltungsorten stattgefunden haben, sondern immer dort, wo wir in der Regel mit dem Tod und der Begrenztheit des Lebens konfrontiert werden: bei Bestattern, auf Friedhöfen, in Totenhallen, Krematorien, Hospizen, Klöstern und Kirchen“, heißt es in der Mitteilung.

Vielmehr eigne sich kaum eine öffentliche Veranstaltung mehr für den Karfreitag, dem wichtigsten Todestag in der christlichen Kultur überhaupt, als gerade "Tod im Rheinland". „Und auch, wenn dann in der Kirche oder der eigentlich doch recht beklemmenden Atmosphäre einer Totenhalle gelacht wurde, dann nicht, weil die Vorführung aus einer besonders geschickten Anhäufung von Witzen bestünde oder der Gegenstand der Darbietung, nämlich der Umgang mit dem Tod, lachhaft wäre oder lächerlich gemacht würde, sondern vor allem deshalb, weil die eigentliche Angst vor dem Tod angesichts des offenen Umgangs mit ihm sich befreiend Bahn bricht.“

Stattdessen werden Rainer Pause und Martin Stankowski am Sonntag, 8. April, um 11 Uhr im Rahmen einer Veranstaltung des Fördervereins auf der Pantheon-Bühne live zu den Hintergründen Stellung beziehen und ihre Sicht der Dinge darstellen.

Dazu haben sie einen kompetenten Gast eingeladen: den Bestsellerautor, Psychiater, Theologen und Vatikanberater Manfred Lütz. Der Eintritt ist kostenlos.
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